Goethe-Institut Tokyo
Wie kann politische Bildung zur Meinungsbildung heranwachsender Bürger*innen beitragen und trotzdem die Neutralität bewahren? Dominique Ott-Despoix von der Bundeszentrale für politische Bildung tauscht sich mit Kaori Furuno aus, die sich für politische Teilnahme der jungen Generation in Japan einsetzt.
Politische Bildung ist ein wichtiger Bestandteil der Vermittlung von demokratischen Werten, insbesondere für heranwachsende Bürger*innen. Im pädagogischen Kontext stellt sich dabei stets die Frage, wie politische Meinungsbildung gefördert werden kann, ohne in die Falle von vorgefertigten Meinungen oder gar Indoktrination zu tappen. Im Gespräch wollen wir verschiedene Ansätze im deutschen und japanischen Kontext aufzeigen:
Zunächst stellt Dominique Ott-Despoix, Volontär bei der Bundeszentrale für politische Bildung, die Aufgaben der deutschen Bundesbehörde vor. Daraufhin wird die Situation hierzulande von Kaori Furuno beleuchtet. Sie engagiert sich für mehr politische Partizipation bei jungen Menschen und setzt sich in Japan für ein breitgefächertes Bildungsangebot ein. Anschließend werden sich beide im Gespräch miteinander austauschen.
Diese Veranstaltung wird aufgezeichnet und anschließend
online gestellt.
© Dominique Ott-Despoix
Dominique Ott-Despoix ist 1993 in Berlin geboren und studierter Filmwissenschaftler. Nach verschiedenen Tätigkeiten bei Filmfestivals und im Kulturjournalismus arbeitet er seit August 2021 als Volontär im Filmbereich der Bundeszentrale für politische Bildung.
Die
Bundeszentrale für politische Bildung ist eine Behörde in Deutschland, die für politische Bildung zuständig ist. Sie soll nicht nur das Verständnis für politische Zusammenhänge in der Bevölkerung fördern, sondern auch das demokratische Bewusstsein und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit. Zu diesem Zweck schafft sie bundesweit ein breitgefächertes Bildungsangebot zu gesellschaftspolitisch relevanten Themen und Bereichen.
© Kaori Furuno
Kaori Furuno wurde 1995 in Tokyo geboren. Während ihres Studiums, als das Wahlalter auf 18 Jahre gesenkt wurde, initiierte sie Projekte zur Erhöhung der Wahlbeteiligung und zur Förderung der politischen Partizipation in ihrer Generation. Im Rahmen ihres Masterstudiums setzte sie ihre Forschung zum Thema "Erziehung zur Souveränität" fort und engagierte sich weiterhin in der Praxis. Mit der Überzeugung, dass die Umsetzung von Demokratie und Dialog in Schulen der erste Schritt zur politischen Bewusstseinsbildung ist, arbeitet sie seit April 2021 für die NPO "Katariba". Im Jahr 2022 arbeitete Furuno ein Jahr lang als Teilzeitlehrerin an einer Oberschule und unterrichtete Politik anhand von Unterrichtsmaterialien zu politischen Ereignissen.
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