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13:00–19:00 Uhr

„Ein deutsches Leben“ und „Ein jüdisches Leben“

Filmvorführung und Gespräch|Goethe-Institut Tokyo

  • Goethe-Institut Tokyo, Saal, Tokyo

  • Sprache Film: Deutsch mit japanischen Untertiteln/ Gespräch: Japanisch und Deutsch mit konsekutiver Übersetzung
  • Preis 1000 Yen (Tageskarte)

Ein deutsches Leben © 2016 BLACKBOX FILM & MEDIENPRODUKTION GMBH

 
Karten über Peatix (in japanischer Sprache)

Im Dezember 2023 läuft der Film „A Boys Life“ in Japan an, der dritte Film einer Serie mit Porträts von Zeitzeugen des Holocaust, unter der Regie von Christian Krönes und Florian Weigensamer. Im Vorfeld des geplanten Filmstarts zeigt der Filmverleih Sunny Film in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Tokyo und dem Österreichischen Kulturforum Tokyo noch einmal die beiden früheren Filme dieser Serie.

Nach der Filmvorführung findet ein Gespräch zwischen dem Regisseur Christian Krönes (Online) und dem Germanisten und Historiker Prof. Takuya Onodera statt.

Zeitplan:
13:00 Filmvorführung „Ein deutsches Leben“ (113 min)
15:30 Filmvorführung „Ein jüdisches Leben“ (114 min)
17:45 Gespräch: Christian Krönes (Regisseur) und Prof. Takuya Onodera (Tokyo University of Foreign Studies), (60 min)

„Ein deutsches Leben“
Brunhilde Pomsel war von 1942 bis April 1945 Sekretärin von Joseph Goebbels. Noch in den letzten Kriegstagen, nach Goebbels‘ Suizid, tippte sie im Bunker Schriftsätze und wurde unmittelbare Zeugin des „Untergangs“. Obwohl sie einem der größten Verbrecher der Geschichte so nah wie kaum jemand sonst kam, bezeichnet sie sich selbst als Randfigur. In „Ein deutsches Leben“ spricht sie erstmals umfassend über ihre persönlichen Erfahrungen im engsten Zirkel um Hitlers größten Hetzer und Massenverführer, über ihre Zweifel, Ängste und ihr Schuldbewusstsein. Der Film ist zugleich ihr letztes Zeugnis: Im Januar 2017 starb Pomsel im Alter von 106 Jahren.

Regie: Christian Krönes, Florian Weigensamer, Roland Schrotthofer, Olaf S. Müller, Österreich, 2018, Deutsch mit japanischen Untertiteln

„Ein jüdisches Leben“
Er hat seine Familie durch die Nazigräuel verloren, selbst vier Konzentrationslager überlebt und später jahrelang Vorträge über seine Erlebnisse gehalten. In „Ein jüdisches Leben“ ist der 2019 106-jährig verstorbene Zeitzeuge Marko Feingold noch einmal als Kämpfer gegen das Vergessen und Mahner vor dem Wiedererstarken antidemokratischer Strömungen zu sehen. In dem Dokumentarfilm erzählt er seine Geschichte - und schweigt dann, wenn Worte nicht ausreichen. Es werden zeitlose Fragen gestellt: Fragen nach der Natur des Menschen – Moral, Verantwortung, Menschenwürde und ihren Grenzen.

Regie: Christian Krönes, Florian Weigensamer, Christian Kermer, Roland Schrotthofer, Österreich, 2021, Deutsch mit japanischen Untertiteln