Diskussion Das lokale Wissen der Vielen - Stadtplanung als Kollektiver Prozess

„PlanBude „PlanBude" © Planbude

Montag, 20. Februar 2017, 19:00 Uhr

Saal des Goethe-Instituts Tokyo

Anfahrtsbeschreibung
7-5-56 Akasaka, Minato-ku, 1F
107-0052 Tokyo

Gespräch mit Margit Czenki, Christoph Schäfer und Shinya Satoh

Die Esso Häuser im Hamburger Bezirk St. Pauli, einem Plattenbaukomplex aus den 1960er Jahren  galten einigen Lokalpolitikern als Schandfleck im Stadtbild. Als die städtischen Behörden den Abriss des Gebäudekomplexes und die Neubebauung durch einen bayerischen Investor vorsahen, hatten sie jedoch nicht mit dem regen Protest der Anwohner gerechnet. Die sahen in dem Bauvorhaben ein Symbol der fortschreitenden Gentrifizierung und Disneyfizierung Hamburgs. Aufgrund des anhaltenden Widerstands entschied sich die Stadt Hamburg, einen anderen Weg zu beschreiten – Stadtplanung von unten.
 
Das Projekt „PlanBude“ organisierte die kollektive Wunschproduktion für den Neubau der Esso-Häuser und zeigte somit einen neuen, exemplarischen Ansatz wie man eine Stadt anders plant und baut. Hinter dem Projekt steht ein transdisziplinäres Team aus den Feldern Kunst, Architektur, Urbanistik, sozialer Stadtteilarbeit, das ihre „PlanBude“ direkt im Herzen von St. Pauli eröffnete und dort mit innovativen Planungs-Tools allen Mitbürgern ermöglichte einen Beitrag zum Planungsprozess zu liefern. Aus den 2300 Wünschen und Entwürfen, die aus dem ergebnisoffenen Prozess entstanden sind, hat das Expertenteam den „St. Pauli Code“ ausgearbeitet und zur Grundlage eines Architekturwettbewerbs zum Bau der neuen Esso-Häuser gemacht.
 
Begleitend zu der Präsentation von „Park Fiction“ bei der Ausstellung „Socially Engaged Art“ werden Christoph Schäfer und Margit Czenki ihr neuestes Projekt „PlanBude“ im Goethe-Institut Tokyo vorstellen.

Der Architekt Shinya Satoh, der bei zahlreichen Kunstprojekten im öffentlichen Raum in Japan mitwirkte, kommentiert PlanBude aus japanischer Perspektive.

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