Künstlergespräch mit Hikaru Fujii und Tobias Zielony Blickfelder der Fremde

Tobias Zielony © Courtesy of Tobias Zielony, KOW, Berlin and Galleria Lia Rumma, Milan/Naples

Fr, 17.03.2017

Goethe-Institut Tokyo, Saal

Anfahrtsbeschreibung
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
107-0052 Tokyo

Migration, Kunst, Aktivismus

Wenn man das Thema Migration in Zahlen fasst, liegen zwischen Japan und Deutschland statistische Welten. Japans Ausländeranteil lag im Jahr 2015 bei 2 Prozent, wohingegen in Deutschland im selben Jahr der Bevölkerungsanteil mit Migrationshintergrund 20 Prozent betrug. Auch die Flüchtlingskrise, die seit 2015 nicht nur in Nordafrika und Europa hohe Wellen schlägt, ging an Japan fast unbemerkt vorüber, im Jahr 2015 wurde in Japan insgesamt 28 Personen Asyl gewährt.
 

Migration, Kunst, Aktivismus © Hikaru Fujii Wie nähern sich Künstler aus Japan und Deutschland in ihrer künstlerischen Arbeit dem Themenkomplex der Migration an? Wie definieren sie ihre Rolle als Künstler im Rahmen der gesellschaftlichen Transformationsprozesse, die durch Migration ausgelöst werden? Machen sie sich zum Sachwalter der „Betroffenen“, oder beobachten sie mit kühl sezierendem Blick, wie die Diskussion um Einwanderer und Flüchtlinge den gesellschaftlichen Diskurs aufheizt?

Der Fotograf und Filmemacher Tobias Zielony absolviert derzeit eine Residenz an der Tokyo Wonder Site und recherchiert für ein neues Kunstprojekt, das sich mit dem Lebensumfeld japanischstämmiger Brasilianer in Japan auseinandersetzt. Der Filmemacher Hikaru Fujii arbeitet aktuell an einem Projekt, welches das Spannungsfeld zwischen der Idee der ethnischen Homogenität und Einwanderung in Japan auslotet. In dem Künstlergespräch diskutieren Fujii und Zielony ihre eigenen Ansätze und fragen nach dem spezifischen Potential der Kunst in Reaktion auf Flucht und geographische Neuanfänge. Die Moderation des Gesprächs übernimmt Ai Kano von der Tokyo University of the Arts.

Hikaru Fujii ©Hikaru Fujii © Hikaru Fujii

 

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