Performance Stilllive: Performance Art Summit 2021-2022

Stillive © Stilllive

So., 17.10.
12:30-15:00 / 16:00-18:30

Saal des Goethe-Instituts Tokyo

Hygiene, Transformation, Zuwendung

-----Aktuelle Fragen der Kunst und Gesellschaft sind Fragen des Körpers-----
 
Die internationale zeitgenössische Kunstszene ist aktuell von lebhafter Bewegung im Bereich der Performance Art geprägt. An Universitäten werden neue Fachbereiche gegründet und die gemeinsame Erfahrung der Corona-Krise ab 2020 animiert Künstler*innen der jüngeren Generation, neue Plattformen ins Leben zu rufen und an Festivals teilzunehmen. Diese Aktivitäten sind ein künstlerischer Ausdruck für die 2020er Jahre und darüber hinaus.
 
Für Japan hingegen muss man konstatieren, dass aktuell der Standort von Performancekunst nicht klar bestimmt ist, obwohl insbesondere die hiesigen originär körperorientierten Ausdrucksformen des Happening und Butoh einen enormen Einfluss auf die Geschichte der zeitgenössischen Kunst ausgeübt haben. Wir nehmen deutlich wahr, dass es für Künstler*innen, die sich mit Körperausdruck befassen, viel Stoff zum Nachdenken gibt.
 
Stilllive ist eine Plattform für Performance Art , die seit ihrer Gründung 2019 im Goethe-Institut Tokyo Body Work Sessions und Showings veranstaltet. An der dritten Ausgabe unter dem Titel „Hygiene, Transformation, Zuwendung“ sind in diesem Jahr 25 Künstler*innen beteiligt, nahezu doppelt so viele wie im letzten Jahr. Unter Einbeziehung von Körperkonzepten aus verschiedenen künstlerischen Genres reflektiert das Projekt Veränderungen des Alltagslebens infolge der Corona-Krise, Reaktionen des Körpers darauf und den gegenwärtigen Zustand der permanenten Unsicherheit. Wir leben derzeit in einer Situation, welche die Beschäftigung mit den Problemen unserer Gesellschaft – nicht nur in der Kunst – unausweichlich macht . In unseren „Körpern“ schlummern bereits unzählige Konzepte, die auf Verwirklichung warten. Indem wir durch Performance Art erfahrbar machen, dass diese eng mit den drängenden Fragen unserer Gesellschaft verknüpft sind, fördert Stilllive die Suche nach Methoden, diese Konzepte mit nicht-sprachbasierten Ausdrucksmitteln zu kommunizieren. Der diesjährige Titelzusatz „Performance Art Summit Tokyo“ verweist darauf, dass Stilllive eine Rolle als treibende Kraft in der japanischen Performance Art Szene anstrebt.
 
Im März 2022 werden die teilnehmenden Künstler*innen aus dem Jahr 2021 nochmals zusammenkommen und Performance Showings zum Thema „Re-kreation der Interkörperlichkeit“ sowie Dokumentationsvideos und –fotos ihrer Arbeiten zeigen. Die Einbeziehung des Aspekts der „Re-Performance“ in die bisher als temporär beschriebene Performancekunst verweist auf den Versuch,  Potentiale der Performance Art zu erweitern und kuratorische Techniken des körperlichen Ausdrucks zu entwickeln.

Yuki Kobayashi (Initiator „Stilllive“)
Nishida Henshucho (Ko-Kurator)

Teilnehmende Künstler*innen:
Aguyoshi/UBA Nagisa/OSADA Moeka/ Gabrielle Reed/ KAWAGUCHI Takao/KOBAYASHI Yuki/MARINA LISA KOMIYA/SAKAGUCHI Tomoaki/SANO Tawako/SHIKICHI Osamu/SEKI Yuka/TAGAMI Aoi/ TAKUMICHAN [HASHIMOTO Takumi]/Tenko/tomotosi/NAKASHIMA Rika/NAKAYA Yuki/HANAGATA Shin/HAMADA Miri/ HAYASHI Chiho/HONAMI/MAEDA Nanami/YAMAOKA Sakiko/YOSHIDA Taku/ WATANABE Maokoto


Veranstalter: Stilllive
Mit Unterstützung des Goethe-Instituts Tokyo
Gefördert durch: Arts Council Tokyo
Konzept: Yuki Kobayashi (Initiator „Stilllive“)
Kuratiert von: Yuki Kobayashi, Nishidahenshucho
Projektmanagement: Nishidahenshucho
Fotodokumentation: Yulia Skogareva
Videodokumentation: Kanichi Kanegae
Grafikdesign: Akari Sakamoto (Flyer), Elvin Seed (Logo)
Veranstaltungsorganisation: Shio Nishikawa, Fan Tanming
 

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