Jenga CCI
Resilience Projekte

Resilienz (/rɪˈzɪlɪəns/):

  1. die Fähigkeit, sich schnell von Schwierigkeiten zu erholen; Widerstandsfähigkeit.
  2. die Fähigkeit eines Stoffes oder Gegenstands, in seine Form zurückzuspringen; Elastizität.

Es wäre nicht weit hergeholt zu sagen, dass sich das Leben jedes einzelnen Menschen, der während der Pandemie auf dem Planeten Erde lebte, verändert hat. So viele Dinge in Bezug auf wie wir leben, wie wir arbeiten, wie wir interagieren, sind jetzt so anders, dass es schwierig ist, sich ein Leben vorzustellen, wie wir es früher gelebt haben. Es scheint jetzt unmöglich.
Wir haben eine bestimmte Form des Widerstands, der Widerstandsfähigkeit entwickelt, angesichts von etwas, das wir noch nie zuvor gesehen haben und an das wir uns nicht anpassen konnten. Bis heute passen wir uns immer noch an.
Wenn Sie sich umsehen, gibt es viele Menschen, die gelitten haben, und zwar auf verschiedene Weise: Tourist*innen, die in Ländern festsitzen, in denen sie nicht erwartet hatten, dass sie festsitzen, zum Beispiel. Mütter mit Babys in Krankenhäusern oder kranke Patient*innen, die aufgrund der Corona-Welle plötzlich nicht versorgt wurden. Eltern, die ihre Kinder den ganzen Tag zu Hause unterrichten mussten - etwas, das sie noch nie zuvor erlebt hatten. Keine Arbeit, zu der man gehen konnte, und kein Gehalt, zu dem man am Ende des Monats nach Hause kommen konnte, weil niemand Geld hatte, um seine Arbeitenehmer*innen zu bezahlen.

1. Soft Skills Training Erste Cohort des Soft Skills Training für Kreative zusammen mit Lantern Training © Edwin Albert Wenn man jedoch Künstler*innen und Kreative schaut, sieht es fast so aus, als wäre die Pandemie genau auf unserer Linie. Die Angehörigen der Kultur- und Kreativwirtschaft sind sehr gut damit vertraut, keinen regelmäßigen Gehaltsscheck zu haben und/oder in einer extremen Unsicherheit zu leben. Nicht, dass uns das nichts ausmachen würde, aber Dinge wie die Arbeit von zu Hause sind uns nicht fremd. Die Disziplin, die wir aufbringen mussten, um eine Pandemie zu überstehen, war ein Muskel, den wir bereits in unserem Berufsleben trainiert hatten.
Und dennoch gab es natürlich auch diejenigen, die sich nicht angepasst haben, oder die sich nicht so schnell angepasst haben, und zwar in allen möglichen Bereichen. Sie haben noch nicht den nötigen Widerstand aufgebaut, um Corona auf eine Art und Weise zu bekämpfen, die ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Wenn wir ehrlich sind, können Künstler*innen ganz gut überleben, wenn sie wissen, dass in etwa drei Monaten das Geld kommt. Darauf gab es im vergangenen Jahr leider keine Hoffnung.
Hier kommen die „Global Project Culture and Creative Industries“ Resilienzprogramme von JENGA CCI des Goethe-Instituts ins Spiel. Wenn Sie mir vor ein paar Jahren gesagt hätten, dass sich mehrere internationale Unternehmen die Zeit nehmen würden, um den weniger Privilegierten zu helfen, hätte ich Ihnen nicht geglaubt. Hätten Sie gesagt, dass Medienhäuser, Computerfirmen, Marketingunternehmen und all diese Unternehmen eines Tages plötzlich einen Weg finden müssten, von zu Hause aus zu arbeiten, hätte ich Sie ausgelacht.

Gig Dynamics Gig Dynamics | Eröffnungsveranstaltung © Paul Munene Das Resilienzprogramm ist unglaublich, wenn Sie ein kreativer Mensch sind, der sein ganzes Leben lang geschuftet, gespart und sich bemüht hat. Wenn Sie so ein Mensch sind, ist dies eine großartige Chance für Sie. Der Kreativsektor ist einer der am härtesten von dieser Pandemie betroffenen Sektoren, und der Weg, den alle gegangen sind, um damit zurechtzukommen, bestand darin, online zu gehen. In den sozialen Medien, durch die Menschen, die massenhaft TikToks erstellen und Instagram Lives und Twitter Spaces durchführen, wird einem klar, dass die Kreativen eigentlich einer der Hauptgründe dafür waren, dass wir es durch die Pandemie geschafft haben - die Anfeuerung, das Wissen, die Gemeinschaftlichkeit. Die digitale Welt kann ein schrecklicher Ort sein, aber es gibt auch Zeiten, in denen sie wunderschön ist, wie in dieser Zeit.
Für den Kultursektor bot der plötzliche digitale Ansturm verschiedene Möglichkeiten, Geld zu verdienen und Ideen auszutauschen. Eine davon war die Einführung von "Resilienzfonds" durch Stipendien und Maßnahmen zum Kompetenzerwerb im Rahmen des "Global Project", um den Sektor und seine Akteur*innen weiter zu unterstützen. Obwohl Geld zweifellos wichtig ist, ist es auch wichtig, sich die Fähigkeiten anzueignen, um dieses Geld zu behalten oder zu vermehren. Genau darum geht es bei Hilfe zur Selbsthilfe. Zu den Programmen gehören VR/360-Grad-Filme für Frauen in Zusammenarbeit mit dem DADA Trust und BlackRhinoVR, ein Schulungsprogramm, das Filmemacherinnen und Künstlerinnen ermöglichen soll, ihre allgemeinen Fähigkeiten auf den Bereich VR und 360-Grad-Filme auszudehnen, als Widerstandsmaßnahme zur Bewältigung der sich verändernden Gegebenheiten in Zeiten einer Pandemie. Frauen sind mit am stärksten von der Pandemie betroffen, vor allem diejenigen, die bereits einen filmischen Hintergrund haben und sich in immersive Technologien einarbeiten wollen.

SEMA Train the Trainer-Projekt in einer Partnerschaft zwischen Santuri und dem Jenga CCI des Goethe-Instituts © Santuri East Africa Eine weitere Form der Hilfe zur Selbsthilfe ist das hybride Trainingsprogramm Santuri Electronic Music Academy (SEMA) in elektronischer Musikproduktion und digitalem Vertrieb, zusammen mit dem lokalen Partner Santuri East Africa. SEMA ist in zwei Kohorten mit jeweils zwanzig Teilnehmenden unterteilt: eine für fortgeschrittene Anfänger*innen, um ihre Grundkenntnisse zu erweitern, und eine für Fortgeschrittene, um ihr Handwerk in Bezug auf die Verbindung und Produktion elektronischer Musik zu verfeinern.
Ziel des Programms ist es, Musikproduzent*innen in die Lage zu versetzen, ihre technischen Fähigkeiten zu verbessern und besser mit der sich verändernden Branche zurechtzukommen. Außerdem sollen die erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Musikproduktion und im Musikvertrieb genutzt werden, um neue Märkte und ein neues Publikum zu erschließen und durch ein diversifiziertes Portfolio zusätzliche Einnahmen zu generieren. Es finden derzeit Meisterkurse für bestimmte Musikkurse statt, in denen die Teilnehmenden die Informationen erhalten, die sie benötigen, um sich in der Kultur- und Kreativwirtschaft zurechtzufinden. Und noch etwas: Jetzt, wo wir fast vollständig offline sind oder uns diesem Punkt schnell nähern, gibt es einige Leute, die immer noch zu Hause sein möchten, anstatt sich mit einem Virus zu umgeben. Für diese Menschen, die Kreativen, kann eine sogenannte Soft Skills Schulung eine große Hilfe sein. Künstler*innen lernen verschiedene Fertigkeiten rund um das Geschichtenerzählen, die Einbindung des Publikums und die Monetarisierung.
Dies sind nur einige der Programme, die das Projekt JENGA CCI des Goethe Instituts und seine Projektpartner während der Pandemie durchführen und damit versuchen, den Kreativen zu helfen. Sie finden in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen wie Africa Digital Media Institute (ADMI), HEVA Fund und GigDynamics statt. Mit etwas Glück wird die Kreativbranche bald wieder auf eigenen Füßen stehen können, um Zukunft zu schaffen und ihre Geschichten zu erzählen.

2nd Soft Skills Training Die zweite Kohorte des Soft-Skills-Trainings, das sich auf die Verknüpfung der Talente, des Selbstbewusstseins und des unternehmerischen Denkens der Kreativen konzentrierte. © Julian Manjahi Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördert die GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) und das Goethe-Institut den aufstrebenden Markt der Kultur- und Kreativwirtschaft in Afrika und im Nahen Osten.