Bilderstrecke von Ray Ochieng Transformed Spaces

Der Fotograf Ray Ochieng bereiste die kenianische Küste, um den dortigen Rückgang des Tourismus zu dokumentieren. Dabei interessierte ihn besonders wie sich der dadurch veränderte Raum auf das Leben der Menschen, die mit ihm in Verbindung stehen auswirkt. Die Fotos erzählen von verlorenen Hoffnungen und Träumen.

Text und Fotos von Ray Ochieng 

Während meiner Fotoreise behandelte ich Fragen von sich transformierenden Räumen, die die Existenz des Menschen als konstruktives, wiederaufbauendes und besinnliches Wesen portraitieren. Fragen von Räumen die vollständig und unumkehrbar verändert erscheinen. Diese Räume übermitteln die Komplexität der Emotionen und Erfahrungen, die die Menschen, die in diesen Räumen existieren erlebt haben.

Als eine Montage von Ereignissen, die mit der Zeit entsteht und indem wir während der Shootings Zeit miteinander verbringen, verschmelzen die Elemente in den Einzelaufnahmen. Auf diese Art kreiere ich eine Darstellung von Raum und Leben die wahrhaft ist, da ich nicht den Sonderfall festhalte.

Die Menschen in diesen Bildern erlebten den Niedergang des Tourismus an der kenianischen Küste. Ein Hotel nach dem anderen stellte den Betrieb ein. 2007 brannte die Legend Bar nieder. Das Feuer hinterließ eine Ruine, die seit dem nie wieder aufgebaut wurde. Dies ist jedoch kein Einzelfall. „Das ehemalige berühmte Two Fishers’ Hotel wurde von ehemaligen Angestellten angezündet, da ihnen ihre Löhne nicht ausgezahlt wurden und sie keine Hoffnung hatten jemals bezahlt zu werden,“ sagt Saidi Juma, einer der Angestellten. Auch das Leisure Lodge Hotel und das Jadini Hotel wurden beide für immer geschlossen, ohne Vorwarnung. Die Angestellten wurden nie bezahlt.

  • Transformed Spaces Foto: © Ray Ochieng
    Peter Opaza, ein Kellner der ehemaligen Legend Bar im malerischen Ferienort Diani im Kwale Distrikt. Er arbeitete für das Unternehmen seit seiner Eröffnung im Jahr 1996.
  • Transformed Spaces Foto: © Ray Ochieng
    Eine Tafel mit den gewählten Funktionären des Boxklubs am Two Fishers’ Hotel, welche am 5. Juni 1997 zurück blieb, als das Hotel niederbrannte.
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    Eine Anschlagtafel am Two Fishers’ Hotel.
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    „Ich arbeitete gerade mal acht Monate am Hotel als es niederbrannte”, sagt Joshua Todonyong, der heute als Wachmann arbeitet, für das was früher einmal das Hauptgebäude des Safari Beach Hotels war.
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    Saidi Mwadzumba, zweifacher Vater, der früher an der Leisure Lodge gearbeitet hat und heute als Bootsführer in Diani arbeitet.
  • Transformed Spaces Foto: © Ray Ochieng
    Mzee Ali Bakari war an drei verschiedenen Hotels beschäftigt, die alle schließen mussten. Die letzten 15 Jahre arbeitete er als Dhobi (Bügler).
  • Transformed Spaces Foto: © Ray Ochieng
    Riziki Rashid bei sich zu Hause in Ukunda, Kwale. Sein Vater arbeitete als Frühstückskoch. Er verstarb als Riziki Rashid noch in der Grundschule war. Riziki Rashid hatte deshalb nie die Möglichkeit die Sekundarschule zu besuchen.
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    Saidi Juma, der als Kellner am Leisure Lodge Hotel in seinem Heimatort Mandingo Ukunda gearbeitet hat.
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    Lohnbescheinigungen von Suleiman Gumbo vom 27. Januar 1990 als er für das Safari Beach Hotel gearbeitet hat.
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    Mzee Gumbo vor seinem Haus, das er von Erspartem von seiner Arbeit am Jadini Hotel gebaut hat.
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    Suleiman Salim Mwendo, geboren 1960, der fünf Jahre lang am Safari Beach Hotel gearbeitet hatte bevor es geschlossen wurde.