Ingo Schulze Adam und Evelyn

Ingo Schulze: Adam und Evelyn; © Berlin Verlag © Berlin Verlag DDR im Sommer 1989. DDR im Sommer 1989. Die Frauen lieben Adam. Er schneidert ihnen schöne Kleider. Er macht sie begehrenswert. Adam selbst – er begehrt schöne Frauen. Aber lieben? Er liebt Evelyn. Die ihn an einem heißen Sommertag in flagranti mit einer seiner schönen Damen erwischt. Der gemeinsam geplante Sommerurlaub entwickelt sich zu einer Verfolgungsfahrt. Adam, der versucht seiner Liebe hinterherzukommen, und Evelyn selbst, die ihm versucht mit Freunden zu entgehen. Adam würde für seine Evelyn überall hinfahren. Und vielleicht muss er das auch, denn Ungarn will die Grenze zum Westen öffnen. Plötzlich ist das verbotene Paradies „Westen“ mit all seinen Verlockungen zum Greifen nah. Aber wer unterliegt diesen Verführungen, der Sehnsucht nach Freiheit?

Schulze gilt als mit der zuverlässigste Chronist der Wende- und Wiedervereinigungszeit. 20 Jahre nach dem Mauerfall erinnert er sich. Mit unpathetischem Ton stellt er Adam und Evelyn vor die Wahl: Auf in den Westen oder am Vertrauten festhalten? Im Mittelpunkt seiner Tragikomödie stehen wieder die DDR-Bürger mit ihren alten Ängsten, Sorgen und Hoffnungen. Durch 20 Jahre Distanz entwickelt Schulze eine literarische Leichtigkeit: Verbot und Verlockung – West oder Ost?

Auch die koreanische Übersetzung von Ingo Schulzes „Adam und Evelyn“ steht in unserer Bibliothek zur Verfügung.