Carolin Emcke Gegen den Hass

Gegen den Hass Foto (Ausschnitt): © S. Fischer, 2016 Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht von einem Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim, der Schändung einer Moschee oder einem versuchten Terroranschlag berichtet wird. Umso relevanter wird das neue Buch der Publizistin, Carolin Emcke Gegen den Hass.
 
Das Buch beschreibt Hass in seinen Formen und Ausdrücken durch reflektierende Berichterstattungen, die eine gefühlskalte, von Vorurteilen übersäte Gesellschaft offenlegt. Carolin Emcke möchte Stigmatisierungen Einhalt gebieten, Vorurteile abbauen und die Menschen zum Einfühlen in ihr Gegenüber verleiten. Dabei versucht sie Definitionen und Erklärungen für Hass zu finden: Hass entmenschlicht seine Objekte, breitet sich aus, wenn man ihm nicht widerspricht. Wer jedoch versucht vorurteilsfrei zu sein, kann dem Hass entgegentreten.

Besonders eindrucksvoll schildert Emcke die  Krawalle im sächsischen Clausnitz oder den rassistischen Polizeieinsatz auf Staten Island in New York, die den Leser einnehmen.

Carolin Emcke, 1967 in Mülheim an der Ruhr geboren und aufgewachsen, studierte in Frankfurt, London und in Harvard Philosophie, Politik und Geschichte. Von 1998 bis 2013 bereiste Carolin Emcke weltweit Krisenregionen und berichtete darüber. Ab 2007 ist sie freie Publizisten unter anderem für die Zeit und die Süddeutsche Zeitung. 2016 erhielt sie den renommierten Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.