10 Fragen an Britta Seeger

Britta Seeger, Geschäftsführerin Mercedes-Benz Korea und Daimler Trucks Korea
© Mercedes Benz Korea

1992 begann Britta Seeger ihre Karriere bei der Daimler AG, wo sie mehrere Positionen im Bereich des Kunden-, Sales- und Marketingmangements bekleidete, bevor sie im März 2013 zur Geschäftsführerin bei Mercedes-Benz Korea und Daimler Trucks Korea ernannt wurde. Als erste ausländische Frau, die in der koreanischen Automobilbranche ein ausländisches Unternehmen führt, sorgte sie vor allem mit neuen Arbeitskonzepten für Aufmerksamkeit. So setzte die dreifache Mutter zum Beispiel durch, Führungskräfte in für sie bislang unbekannten Abteilungen einzusetzen, um ihnen einen möglichst weiten Einblick in mehrere Firmenbereiche zu ermöglichen. Auch Themen wie Chancengleichheit und Vereinbarung von Familie und Beruf sind für sie große Anliegen.

1. Was ist für Sie „typisch koreanisch“?

„Kimchi“ (in all den verschiedenen Variationen) mit seinem nachhaltigen Geruch im Kühlschrank, sofern man nicht über einen Kimchikühlschrank verfügt und „balli-balli“ als Leitmotiv der koreanischen Gesellschaft.
 
2. Wann und wie kamen Sie zum ersten Mal in Berührung mit Korea?

Im Januar 2013, als ich mich meinen zukünftigen Mitarbeitern vorgestellt habe.

3. In welcher Weise hat die Begegnung mit Korea Ihr Schaffen oder Ihr Leben beeinflusst?

Mein Leben und Arbeiten in Korea schafft Distanz zu Europa und einen veränderten Blickwinkel, der vielfach neue Erkenntnisse und Einschätzungen zu meinen gefestigten Meinungen nach sich zieht. Aber auch Nähe zu Korea und seinen Nachbarländern, die wiederum sehr horizonterweiternd ist. Meine Erfahrungen und Erlebnisse in Korea sind sehr bereichernd für mich.

4. Was war Ihr schönstes Erlebnis in Korea?

Ich habe dauernd „schönste Erlebnisse“. Wenn ich dem Taxifahrer verständlich machen kann, wo ich hin will. Wenn ich im Lokal selbstständig bestelle und das erhalte, was ich möchte! Wenn ich wieder mal ein wunderschönes Fleckchen Natur in Korea entdecke. Oder wenn ich wieder mal die Hilfsbereitschaft der Koreaner erleben konnte. Und vieles mehr…

5. Haben Sie einen Lieblingsort in Korea?

Wie schon gesagt; was mich in Korea begeistert ist die Vielfältigkeit. Pulsierendes Leben in Seoul und anderen Städten, die ruhige Abgeschiedenheit in den Bergen oder auch musikbeschalltes Skifahren in den Bergen, besinnliche Einkehr in Tempeln oder wunderschöne Strände an West- und Ostküste.

6. Auf was könnten Sie in Deutschland gerne verzichten?

Auf Nebel und eintönige Tage und Wochen ohne Sonnenschein.

7. Womit haben Sie sich in der letzten Zeit beschäftigt?

Korea besser kennenzulernen, dazu gehört auch Koreanisch zu lernen – also es wenigstens zu versuchen. Und mehr Autos zu verkaufen.

8. Was sind drei Dinge ohne die Sie nicht auskommen, die Sie immer bei sich haben?

Visitenkarten! Ohne die geht es in Korea bekanntermaßen nicht. Und mein Handy! Denn auch ohne das geht es hier nicht.

9. Welche Kulturleistung aus Korea beeindruckt Sie am meisten?

Korea war nach dem Koreakrieg ein völlig zerstörtes Land. Mich beeindruckt die Fähigkeit der Koreaner, wie sie das Land aufgebaut haben und wie schnell sie mit vielen der Veränderungen mitwachsen.

10. Wie schmeckt Korea?

Lecker!!!