Über das Projekt
Asian Composers Showcase

Das TIMF Ensemble beim Asian Composers Showcase 2014. Foto: TIMF

Schon seit langem prägen nicht nur Musiker, sondern auch Komponisten aus Asien die internationale Konzertszene. Seitdem Isang Yun, Pionier in der Verbindung westlicher Klassik und koreanischer Musiktradition, aus dem beschaulichen Küstenort Tongyeong in die Welt zog, hat sich viel getan – kosmopolite Künstler lassen sich von Klängen inspirieren, die sich aller binären Zuschreibungen widersetzen. Wie könnte man die Vielfalt dieser jungen Generation von Komponisten einem breiten Publikum näherbringen?

Der Asian Composers Showcase bietet jungen Komponist*innen aus Asien eine Bühne. Von dem Dirigenten Alexander Liebreich und dem Leiter der Programmarbeit des Goethe-Instituts Korea als Idee entwickelt, findet er jährlich seit 2013 im Rahmen des Tongyeong International Music Festival (TIMF) statt.

Die Stücke von fünf aus einem Open Call ausgewählte_ Komponist*innen werden auf dem TIMF vom dem Festival- oder einem Gastensemble vor großem Publikum aufgeführt und stellen sich einer weiteren international mit Fachleuten besetzten Jury, die den Goethe-Preis an die überzeugendste Komposition verleiht. Der Gewinn umfasst neben einem Preisgeld in Höhe von 2.000,- Euro auch einen Kompositionsauftrag für das Festival des kommenden Jahres. Seit der ersten Ausgabe wurden nicht nur die möglichen Herkunftsländer der Teilnehmenden auf den nord- und südostasiatischen Raum ausgeweitet, auch die Besetzung wurde für traditionelle Instrumente Asiens geöffnet.

Ehemalige Teilnehmer*innen nehmen die Erfahrungen aus dem Showcase mit in die Welt, das für diese jungen, aufstrebenden Komponist*innen ein Sprungbrett darstellt. Aus dem Showcase haben sich für viele Gewinner*innen Möglichkeiten ergeben, ihre Stücke an verschiedenen Orten zu präsentieren und ihre Karrieren weiter voranzutreiben. Gleichzeitig bietet die Veranstaltung für das Publikum die Gelegenheit, junge asiatische Komponist*innen und ihre Musik kennenzulernen.