Du Wei:
Quintet „And I'm Dumb to Tell...“

Du Wei; © Du Wei © Du Wei Du Wei (geboren 1978) studierte Komposition bei Professor Guo Wenjing am Central Conservatory of Music in Bejing. Sie schloss dort mit dem Bachelor (2002) und anschließend mit dem Master (2005) ab. Sie komponierte für unterschiedliche Besetzungen, etwa „Niao Quing Si – The Interruption of a Dream “ für zwei chinesische Instrumente und Orchester, „The Last Gold of Expired Stars“ für Orchester, „Exotic Parfume“ für Stimme und Streichorchester und „Nightmare in the Red Chamber“ für Gesang, Flöte, Klarinette und Streichquartett. „Tinge“ ist ein Stück für Gesang und drei traditionelle chinesische Instrumente. Für zeitgenössische Tanzstücke komponierte sie Werke wie „The Colour of Love“ und „Golden Lotus“.

2003 erhielt ihr Werk „Tinge“ den Preis des TMSK Chinese Chamber Folk Music Composition Wettbewerbs. Ihr Stück „Niao Quing Si – The Interruption of a Dream“ erhielt 2011 die höchste Auszeichnung des vom chinesischen National Centre for the Performing Arts veranstalteten „Young Composer Programme“ und feierte 2012 mit dem Philadelphia Orchester unter Charles Dutoit seine Weltpremiere.

Auch international hat Du Wei auf sich aufmerksam machen können. Neben dem Philadelphia Orchestra spielten das Rundfunk-Sinfonieorchester Leipzig unter Kristjan Jarvi, Radio France Orchestra, Royal Danish Ballet Orchestra, NCPA Orchestra of China, National Ballet of China, Shanghai Chinese Orchestra, Ensemble Dialog und Huaxia Chinese Ensemble ihre Stücke.

Daneben ist Du Wei auch im Bereich Filmmusik aktiv. Sie hat unter anderem die Musik für Filme wie “The Warrior and the Wolf” von Tian Zhuangzhuang, “Left and Right“ von Wang Xiaoshuai“ und „A Dream of Red Mansions“ von Li Shaohong komponiert.

Quintet „And I'm Dumb to Tell...“ für Flöte, Klarinette (+ Bassklarinette), Violine, Cello und Piano

Du Wei, And I'm Dumb to Tell...; © Du Wei © Du Wei „Der Titel stammt aus Dylan Thomas’ Gedicht „The Force that Through the Green Fuse Drives the Flower“, das mich nicht nur mit seiner einzigartig musikalischen Struktur, sondern auch mit seinen wunderbaren Bildern in seinen Bann zog. Ich lasse mich für meine Kompositionen meistens von literarischen Werken inspirieren. Oft genügt eine Strophe oder eine einzige Zeile aus einem an Metaphern reichen Gedicht, um in meinem Herzen ein starkes Echo auszulösen. Am meisten hat mich bei Dylan Thomas’ Gedicht die Zeile „I am dumb to tell…“ begeistert. Das Motiv der Widersprüchlichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch die fünf Strophen des Gedichtes und begleitet die Entfaltung von Bildsprache und Rhythmus. Beim Lesen der Verse „The lips of time leech to the fountain head … How time has ticked a heaven round the star“ spüre ich, dass ich den Höhepunkt dieses „Quintetts“ erreicht habe – ein Gefühl winterlichen Fiebers.“