Seungwan Baek:
„Mixtum“

Seungwan Baek Seungwan Baek | Foto: Jihae Lee Seungwan Baek, 1981 in Seoul, Südkorea geboren, arbeitet zur Zeit als freischaffender Komponist und Dirigent in Frankfurt am Main. Er studierte Komposition an der Hanyang University (Seoul) und der Universität Lübeck, bei Park Yeongkeun, E. Helmuth Flammer und Dieter Mack. Außerdem besuchte er eine Meisterklasse von Hèctor Parra.

Er wurde 2005 beim Wettbewerb für junge Komponisten der Asian Composers League-Korea ausgezeichnet und gewann im selben Jahr in der Sektion „Kammermusik“ des Seoul International Music Festivals. Im Jahr 2006 wurde eines seiner Werke im Rahmen des „Konzert für junge Komponisten“ der Chosun Ilbo aufgeführt und 2007 gewann er in der Sektion „Orchester“ des Seoul International Music Festivals. Baek ist auch in anderen musikalischen Bereichen aktiv und fungierte für das experimentelle Theaterstück Bar Code als Musikdirektor und Regisseur, in einer deutschsprachigen Aufführung von Dea Lohers Leviathan als Musik- und Klangdirektor und in dem deutsch-koreanischen Independent-Film Sudam als Musikdirektor.

Er arbeitete auch als Dirigent mit vielen Ensembles und Orchestern, wie etwa der IEMA(International Ensemble Modern Akademie) und dem Ensemble Analogue Translation. Er nahm außerdem 2013 gemeinsam mit dem Ensemble Musikfabrik an einer Reading Session im Rahmen der Workshop-Reihe „Composer Collider“ teil. Sowohl 2013 als auch 2014 kamen Werke von Baek beim Festival für aktuelle Musik „blurred edges“ in Hamburg zur Aufführung.
 

„Mixtum“ für Haegeum, Oboe, Klarinette (gedoppelt mit Bassklarinette), Fagott, Klavier, Violine, Viola, Cello und Kontrabass

Das Deutsche Eck in Koblenz Das Deutsche Eck in Koblenz | Foto: Jihae Lee „Das Deutsche Eck in Koblenz hat mich zu diesem Stück inspiriert. Der Ort heißt so, weil sich hier Rhein und Mosel treffen. In meinem Stück bringe ich diesen Prozess musikalisch zum Ausdruck: Zwei Wasserläufe begegnen sich, jeder mit seiner eigenen Fließgeschwindigkeit und Farbe; sie laufen parallel zueinander, vereinen sich allmählich und werden schließlich zu einem einzigen Fluss. Als musikalisches Ausgangsmaterial verwendete ich das ‚Wasser‘, welches einerseits verbindendes Element der beiden Flüsse ist, aber andererseits auch gegensätzliche Charaktere und Färbungen aufweist. Diese beiden Aspekte vermischen sich im Verlauf des Stückes immer mehr miteinander und gehen schließlich gegenseitig ineinander auf.“