Jung-eun Park: „Dancing Boxes“

Jung-eun Park Jung-eun Park | Foto: Jung-eun Park Jung-eun Park wurde am 8. August 1986 in Seoul geboren. Sie studierte Komposition bei Yeonsu Kim und HyeJa Kim an der Chugye University for the Arts sowie bei Jongwoo Lim an der Hanyang Universität. Sie studierte außerdem bei Rebecca Saunders, Oliver Schneller und Joachim Heintz an der Hochschule für Musik in Hannover und bei Jose Maria Sanchez-Verdue an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf.
 
Ihre Arbeiten wurden auf dem Forum neuer Musik 2014 auf den Wittener Tagen für neue Kammermusik 2014, auf dem Korean Music Festival in Darmstadt, bei den KunstFestSpielen Herrenhausen 2013 und 2014, sowie am ZKM Karlsruhe, Landesmuseum Hannover, in Berlin und Weimar aufgeführt. 2016 wurden Werke von ihr bei den ISCM World Music Days und dem International Music Festival der Asian Composers League aufgeführt. Zudem wurde sie beim Siegburger Kompositionswettbewerb ausgezeichnet. Zahlreiche Ensembles, darunter Ensemble Modern, Mosaik, Musikfabrik, Schwerpunkt, Hand Werk, Ensemble 2e2m und Ensemble interface haben ihre Werke aufgeführt.
 
Jung-eun Park war 2015 „Composer in Residence“ bei Sankt Peter Köln und erhielt zahlreiche Stipendien, darunter das Deutschlandstipendium (2015–16), das DAAD-Stipendium für ausländische Studierende (2014–15), sowie ein Stipendium des Forschungszentrums Musik und Gender (2013–14). Kompositionsaufträge erhielt sie vom Deutschlandfunk (2014 und 2015), project21AND und dem  Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur. Ihre Werke waren außerdem mehrmals im Westdeutschen Rundfunk (WDR) zu hören.

„Dancing Boxes“ für Flöte, Oboe, Klarinette (gedoppelt mit Bassklarinette), Fagott, Klavier, Violine, Viola, Cello und Kontrabass

Inspiration Jung-eun Park Foto: Jung-eun Park "Ich habe für dieses Stück musikalisches Material aus kurzen Tönen und unterschiedlichen Klangfarben horizontal und vertikal (nacheinander und sich zeitlich überschneidend) angeordnet. Ich verstehe diese motivischen Einheiten als Bausteine oder ‚Kisten‘, mit deren Hilfe ich Bilder entwerfe. Kisten in verschiedenen Farben und von unterschiedlicher Größe werden auf heterogene Weise arrangiert, kollidieren miteinander, geraten in Konflikte oder überlappen sich gegenseitig, so dass das ganze einem verrückten ‚Kisten-Tanz‘ gleicht. Ich visualisiere das musikalische Material in Form von einzelnen Kisten und erzeuge – indem ich diese Bilder sozusagen „in der Zeit“ umverteile – einen intuitiven musikalischen Prozess."