Eunho Chang:
„Linear Patterns“

Eunho Chang Eunho Chang | Foto: Anita Wasik Eunho Chang studierte Komposition an der Keimyung University (BMus) sowie an der Fryderyk Chopin University of Music (MMus) und promovierte bei Professor Marcin Błażewicz. Er nahm an verschiedenen Workshops und Meisterklassen teil, wie etwa Impuls Acadamy, Voix Nouvelles, Matrix12” beim SWR Experimentalstudio in Freiburg, und arbeitete mit führenden Komponisten wie Unsuk Chin, Chaya Czernowin, Brian Ferneyhough, Beat Furrer, Fabien Lévy, Oscar Bianchi und Clemens Gadenstätter zusammen. Im Jahr 2014 gab er mit Unterstützung des Arts Council Korea ein Porträtkonzert und erhielt auch das Stipendium Pro Polonia von 2009 bis 2011. Neben mehreren Preisen bei koreanischen und internationalen Kompositionswettbewerben, darunter Dong-A Musikwettbewerb in Komposition (2009, 1. Preis), 2. Ignacy Paderewski Kompositionswettbewerb in Polen (2009, 1. Preis), 5. und 6. Jurgenson Kompositionswettbewerb in Russland (2009 und 2011, jeweils 2. Preis), George Enescu International Competition in Rumänien (2011, Grand Prix), Königin Sofia Preis für Composer in Spanien (2013, Grand Prix), Halbfinalist beim Königin Elizabeth Wettbewerb in Belgien (2011) und Finalist bei der Geneva Competition in der Schweiz (2013). Er hat Auftragswerke komponiert für das Warschauer Königsschloss, das Hwaum-Projekt in Korea, die Royaumont Foundation in Frankreich, sowie das Ministerium für Kultur und Kulturerbe und Musica Polonica Nova in Polen.

„Linear Patterns“ für Flöte, Bassklarinette, Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass und Klavier

Inspiration Eunho Chang Mono Line b-i | © Eunho Chang Lineare Virtuosität und abstrakte Schönheit: Flöte und Bassklarinette evozieren eine faszinierende Schönheit. Der Höhepunkt des Ausdruckes, mit einer faszinierenden Linie und in Harmonie mit den anderen Instrumenten, ist wie ein Duft, der diese Faszination noch heller strahlen lässt. Das Wichtigste beim Verständnis dieses Stückes ist zunächst die akustische Klangfülle und Resonanz der horizontalen und vertikalen Klangebenen. Zweitens beruht sie nicht auf dem musikalischen Fluss eines einzigen Stilmittels, wie etwa Durchführung, Kontrast oder Modulation, sondern auf einem sich ständig verändernden Zustand der Mehrdeutigkeit, vagen Grenzen, komplexen Tönen und einem unmittelbaren Gefühl, einer Umgebung, in Anlehnung an den Impressionismus.