Tak Cheung Hui:
„Ring… Tree Rings II“

Tak-Cheung Hui Tak-Cheung Hui | Foto: Deborah Lopatin Tak-Cheung Hui wurde in Hong Kong geboren. Im Laufe seiner Karriere wurde der Komponist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem 38. Irino-Preis (2017), dem ersten Preis bei der Leibniz Harmonien International Composition Competition (2016), der ACC International Composition Competition (2016) und der Atlas Ensemble Composition Competition (2014). Seine jüngsten Kollaborationspartner umfassen MDI Ensemble beim Composit Contemporary Music Festival, 10/10 Ensemble beim Huddersfield Contemporary Music Festival, Nieuw Ensemble beim Muziekgebouw Aan ’t IJ („An Evening of Today“) und Looptail Ensemble bei den Gaudeamus Muziekweeks. Er war der Resident Composer der Ligeti Academy von Asko Schoenberg (2011) sowie beim European Composers’ Professional Development Programme von HCMF (2012). Hui brachte sich selbst Gitarre bei und spielte in einer Rockband, bevor er seine formale Musikausbildung an der Hong Kong Academy for Performing Arts begann und anschließend mit einem Master in Komposition am Conservatorium van Amsterdam bei Richard Ayres, Willem Jeths und Wim Henderickx abschloss. Während seiner Zeit an der Musikhochschule wurde er mit der Heng Seng Bank Scholarship und der Lions Music Foundation Scholarship ausgezeichnet. Im Jahr 2015 erhielt er ein Stipendium vom Boston University Center for New Music, der ihm erlaubte, bei Alex Mincek und Joshua Fineberg zu promovieren. Derzeit studiert er im Rahmen des IRCAM Cursus. Huis Kompositionen umfassen neben unterschiedlicher Solo-Instrumentalmusik auch Orchesterwerke, kleine und große Ensemblemusik für westliche oder traditionelle Instrumente, sowie Multimedia- und Acousmatic-Stücke. Seine Werke werden von Huddersfield Contemporary Record und Hove Record verlegt.

„Ring… Tree Rings II“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass, Klavier und Zheng

Das Stück Ring… Tree Rings II war für mich ein Weg, einen mythologischen Ort zu suchen, inspiriert von der verschlungenen Textur von Jahresringen, in denen der Atem der Bäume gerinnt. Auf der makroskopischen Ebene nicht zu unterscheiden, erzählt jeder Ring eine einzigartige Geschichten, wenn wir nur genau genug hinschauen. Die Musik ist ein Prozess der Metamorphose eines einzelnen Impulses, ein Atemzug, der sich durch das ganze Stück hindurch wiederholt. Alle drei Sätze sind akustische Transkriptionen von drei verschiedenen Bildern von Baumringen, von denen jedes eine einzigartige Perspektive auf diese schönen Lebewesen bietet. Durch die Erforschung von Klangfarbe, subtilen Veränderungen und Mikrotonalität möchte ich eine Klanglandschaft aufbauen, in der eine einzelne Klangquelle und ihre unbegrenzte Zahl an Formen vereint werden. So wie ein einzelner schwarzer Tintenstrich ein ganzes Farbspektrum enthalten kann, von Weiß bis Grau.