Eunsung Kim:
„Re“

Eunsung Kim Eunsung Kim | Foto: Matthias Eimer Eunsung Kim wurde 1984 in Südkorea geboren. Nach dem Abitur studierte er Komposition an der Seoul National University bei Prof. Tae Bong Chung. Von 2012 bis 2014 studierte er bei Prof. Michael Obst an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar im Masterstudiengang und nahm dort anschließend bis 2017 an einem Aufbaustudium bei Prof. Michael Obst und Dr. Ulrich Kreppein teil. Er besuchte Meisterkurse in Komposition bei Toshio Hosokawa (im Rahmen der 2018 TIMF Akademie), Isabel Mundry, Younghi Pagh-Paan und Unsuk Chin.

Eunsung Kim gewann unter anderem 2012 den zweiten Preis (bei Nichtvergabe des ersten Preises) des Kompositionswettbewerbs zur Lutherdekade in Bayreuth. 2014 gewann er den ersten Preis des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs in Berlin. 2015 gewann er den ersten Preis des Kompositionswettbewerbs im Rahmen des Joseph Joachim Kammermusikwettbewerbs und sein preisgekröntes Werk wurde als Pflichtstück des Wettbewerbs ausgewählt. Außerdem erhielt er den Thüringer Kompositionspreis 2015, das Auftragswerk wurde 2017 in einem Konzert der Thüringen Philharmonie Gotha uraufgeführt.

Er war Stipendiat des Graduiertenstipendiums, Sondershäuser Kompositionsstipendiums und Charlotte-Krupp-Stipendiums. Seine Werke wurden bei den Wittener Tagen für neue Kammermusik, dem ARKO Contemporary Orchestra Music Festival, dem Festival für koreanische neue Musik, dem Daegu International Contemporary Music Festival aufgeführt und seine Kompositionen wurden von verschiedenen Ensembles und Orchestern gespielt, darunter Akademie Ensemble Musikfabrik, Ensemble Recherche, IEMA, KBS Orchestra, TIMF Ensemble und Aris Quartett.
 

„Re (2018)“ für zwei Geigen, Bratsche und Cello
 

Inspiration Eunsung Kim Foto: Eunsung Kim Die Vorsilbe „re“ bedeutet „wieder“. In diesem Sinne sind Idee und Methodik des Stückes die Wiederholung (replay), die Reproduktion (reproduction) und die Neuanordnung (rearragement). Eine Phrase wird kontinuierlich wiederholt und variiert. Dabei produziert ein kleines Element der Phrase durch Vergrößerung ein bedeutungsvolleres Element und einen neuen Teil. Die bereits erstellten und verwendeten Phrasen werden vertikal oder horizontal kombiniert, um neue Klänge zu erzeugen, welche durch Neuanordnung und Abbruch weitere neue Bedeutungen und Rollen reproduzieren.