Areum Lee:
„Leer“

Areum Lee Foto: Fabian Schober Areum Lee ist Komponistin und lebt in Deutschland. In ihrer Arbeit fokussiert sie sich auf metaphysische Begriffe im bzw. des Alltags und die der Musik innewohnende Kraft, die sie durch eigene intuitive und religiöse Interpretationen assoziiert. Außerdem interessiert sie sich für die Verbindung der wesentlichen Bedeutungen in Musik mit unterschiedlichen Vermittlungen und versucht unsichtbare Gestalten durch theatralische Faktoren oder Elektronik wahrnehmbar werden zu lassen. Sie studierte an der Hanyang Universität in Seoul und der Hochschule für Künste Bremen unter Prof. Jörg Birkenkötter und Prof. Kilian Schwoon. Im vergangenen Juni schloss sie ihr Studium (Exzellenz-Studiengang Komposition) unter José María Sánchez-Verdú erfolgreich ab. Während des Studiums erhielt sie das Deutschlandstipendium. Sie ist Mitglied des Ensemble morph. Ihre Stücke wurden sowohl in Korea als auch in Europa aufgeführt u.a. beim Pan Music Festival und durch zahlreiche Ensemble wie oh Ton, Mobile Beats, Rot, EWCM und NAMES interpretiert.
 

„Leer (2018)“ für Flöte, Oboe, Klarinette, Percussion, Klavier, Geige, Bratsche, Cello und Bass

Inspiration Areum Lee Foto: Areum Lee Auf den Einstieg, in dem aneinandergereihte Fragmente sich zu musikalischen Zusammenhängen formieren, folgt ein leerer Raum, ein Vakuum, welches in den zeitlichen, den klanglichen und darüber hinaus den physikalischen Raum integriert ist. Der Vorgang des Leerens impliziert, dass zuvor bereits etwas vorhanden war und paradoxerweise steigt die der Leere inhärente Energie, je leerer es wird. Die Kraft der Leere wurde nachgewiesen und wie folgt beschrieben: „…sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden…“