Asian Composers Showcase Premierenkonzert 2013

Premierenkonzert 2013
© Choi Myeong Man

Die vier Kompositionen, die im Rahmen des Asian Composers Showcase vom Goethe-Institut in Auftrag gegeben wurden, wurden am 25.3.2013 auf dem Tongyeong International Music Festival (TIMF) uraufgeführt worden. Soo-Yeoul Choi dirigierte das Ensemble TIMF.

Der Asian Composers Showcase Goethe-Award ist eine in diesem Jahr mit 3.000.000 Won dotierte Auszeichnung, die das Goethe-Institut Korea für den überzeugendsten Kompositionsbeitrag des Asian Composers Showcase vergibt. Eine international besetzte Fachjury aus Musikern, Komponisten und Musikwissenschaftlern entscheidet über den Preisträger.

2013 wurde das Stück High heels: Not even anything room des Komponisten Donghoon Shin mit dem Goethe-Award ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung wie folgt:

„Die Jury würdigt die herausragende Qualität der vier Stücke, die im Rahmen des Asian Composers Showcase vom Goethe-Institut in Auftrag gegeben wurden. Sie alle werden dem Geiste Isang Yuns gerecht, der als Mittler zwischen Ost und West, Korea und Deutschland gilt. Jedes der vier Stücke – jeweils auf seine eigene einzigartige und meisterhafte Art und Weise – fördert dabei die Entwicklung der zeitgenössischen Komposition in Asien.

Mit einer außergewöhnlichen melodischen Intensität, geschickter Instrumentierung, einer packenden thematischen Entwicklung, ästhetischer Eleganz, kraftvollen räumlichen Gesten sowie der klanglichen Neu-Erschliessung der bewährten Pierrot-Ensemble-Besetzung, setzt sich aus unserer Sicht jedoch eine der Kompositionen deutlich ab. Wir sind sicher auch in Zukunft mehr von diesem viel versprechenden jungen Komponisten zu hören:

Der Asian Composers Showcase Goethe-Award 2013 geht an Donghoon Shin für seine Komposition High Heels: Not even anything room.“

Die Jury

Prof. Dr. Lee Kyungbun ist Musikwissenschaftlerin. Einer ihrer Forschungsschwerpunkte sind deutsche Exilkomponisten der 1930er Jahre. Sie studierte sowohl Musik als auch Germanistik in Seoul und Marburg und forscht zurzeit an der Seoul National University. Zudem ist sie Musikkritikerin und Autorin zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen zur Musikgeschichte.

Prof. Dr. Thomas Osborne ist Professor für Komposition und Musiktheorie an der Universität Hawai’i in Manoa. Zudem arbeitet er als Dirigent und leitet das Ensemble für zeitgenössische Musik seiner Universität. 2013 war er als Fulbright-Gastforscher 12 Monate in Seoul, um Musik für koreanische und westliche Instrumente zu komponieren.

Prof. Dr. Hongseok Rhie studierte an der Hochschule für Musik in Detmold. Zurzeit unterrichtet er Komposition an der Yonsei Universität und ist Vorsitzender der Koreanischen Gesellschaft für Musik des 21. Jahrhunderts. Seine Kompositionen wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Kompositionspreis der koreanischen Gesellschaft für Musik.

Prof. Patrick O’Byrne studierte Klavier in Auckland, London und Deutschland. Er trat mit zahlreichen internationalen Orchestern wie dem Neuseeländischen Symphonie-Orchester, den Bochumer Sinfonikern oder der New York Virtuosi Chamber Symphony auf und erhielt zahlreiche Auszeichnungen für seine Interpretationen zeitgenössischer Musik. Er hat an der Stuttgarter Musikhochschule unterrichtet und ist zur Zeit Professor für Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen.

Dr. Stefan Dreyer ist Institutsleiter des Goethe-Instituts Korea und Leiter der Region Ostasien.