Asian Composers Showcase Premierenkonzert 2016

Premierenkonzert 2016
Foto: TIMF

Die vier Neukompositionen, die im Rahmen des Asian Composers Showcase entstanden sind, wurden am 28. März 2016 auf dem Tongyeong International Music Festival (TIMF) uraufgeführt. Soo-Yeoul Choi dirigierte das Ensemble TIMF.
 

Eine international besetzte Fachjury verlieh den diesjährigen Goethe-Award, eine in diesem Jahr wieder mit 3.000.000 Won dotierte Auszeichnung für das überzeugendste Werk des Asian Composers Showcase, an Noriko Koide für ihre Komposition Hotei. Ihre Entscheidung begründeten die sechs Jurymitglieder wie folgt:

„Die Jury des Asian Composers Showcase 2016 hat mit großem Interesse die vier Uraufführungen erlebt in ihrer großartigen Interpretation des Ensemble TIMF unter der Leitung von Soo-Yeoul Choi.

Die vier Kompositionen enthalten prägnante Ideen und zeigen großes Potential. Wir sind uns sicher, noch mehr von diesen starken Stimmen aus Asien zu hören.

So schwer es auch für uns war, eine herausragende Komposition zu ermitteln, so sind wir doch zu einer Entscheidung gekommen: Eines der Stücke offenbart ganz besonders lebhafte handwerkliche Fertigkeit und zeichnet sich durch einen musikalischen Spannungsbogen aus, der das ganze Stück hindurch aufrecht erhalten wird und sich u.a. herleitet von besonders origineller Instrumentierung. Mit innovativer musikalischer Substanz und höchst einfallsreicher Verwendung der vorgeschriebenen Besetzung erzielt das Stück zudem einen hohen Grad an Ausdruckskraft und Individualität bei ausgewogenem Einsatz der musikalischen Mittel.

Der Asian Composers Showcase Goethe-Award 2016 geht an Noriko Koide für ihre Komposition Hotei.“

Noriko Koide wurde ebenfalls mit dem Audience Award ausgezeichnet.

Die Jury                                              

Peter Swinnen © gemeinfrei Peter Swinnen studierte Komposition am Koninklijk Conservatorium in Brüssel. Seine Kompositionen umfassen Solo- und Kammermusikwerke für verschiedene Instrumente, Lieder, Tondichtungen für großes Orchester, Symphonien, Konzerte, Kantaten, Ballette, Filmmusik und Musiktheater, sowohl mit als auch ohne elektronische Instrumente. Viele seiner Werke sind in Aufnahmen erhältlich. Derzeit ist er Direktor des Koninklijk Conservatorium Brussel und Präsident der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik.
 
Henk Heuvelmans Foto: Herre Vermeer Henk Heuvelmans promovierte in Musikwissenschaft an der Universiteit Utrecht und ist seit 1981 in der Welt der Neuen Musik aktiv. Er arbeitet für Gaudeamus und ist außerdem im Vorstand zahlreicher nationaler und internationaler Organisationen, Ensembles, Veranstaltungsorten und Festivals. Derzeit ist er Direktor des Muziekhuis Utrecht und der Gaudeamus Muziekweek sowie Vizepräsident der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik.
 
Jocelyn Clark Foto: Shelly Lightburn Jocelyn Clark ist in Juneau (Alaska) aufgewachsen und hat den Großteil der letzten zwanzig Jahre in Japan, China und Korea verbracht, wo sie Musik studierte. Sie hat bisher mehr als dreißig neue Werke für die koreanische Zither Gayageum zur Premiere gebracht. Das von ihr mitbegründete Festival für Neue Musik CrossSound gab unter ihrer künstlerischen Leitung von 1999 bis 2009 über sechzig neue Kompositionen in Auftrag und brachte sie in Alaska mit lokalen Künstlern zur Premiere. Sie gründete zudem 2001 in Darmstadt das Neue Musik-Ensemble für ostasiatische Zithern IIIZ+. Jocelyn Clark hat an der Wesleyan University (Connecticut) und der Harvard University studiert. Sie war Mitglied des Alaska State Council on the Arts (2004-2009) und ist zur Zeit Mitglied des International Jeonju Sori Festival Board. Sie ist zur Zeit Professorin an der Pai Chai University.
 
Uzong Choe Foto: Uzong Choe Uzong Choe studierte Komposition und Musiktheorie an der Seoul National University, am Mozarteum in Salzburg und am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Er belegte den ersten Platz im Kompositionswettbewerb der Dong-A Music Competition, wurde 2006 mit dem Young Artist Award ausgezeichnet und außerdem für den Gaudeamus International Composers Award nominiert. Seit 2001 lehrt er als Professor für Komposition an der Seoul National University und arbeitet gleichzeitig als künstlerischer Leiter des Ensemble TIMF.
 
Toni J. Krein Foto: Toni J. Krein Toni J. Krein ist Dramaturg und Kulturmanager mit weitreichender Erfahrung im Bereich Konzert und Musiktheater. Er war künstlerischer Betriebsdirektor der Alten Oper Frankfurt, Mitbegründer der Frankfurter Feste und leitender Dramaturg am Luzerner Theater. Seit Dezember 2010 ist er Präsident von orchester.ch, dem Verband Schweizerischer Berufsorchester. Daneben engagiert sich Krein u.a. im Vorstand des Zürcher Kammerorchester ZKO und beim Kammermusikfest Lockenhaus sowie im Stiftungsrat des Davos Festival.
 
Reimar Volker Foto: Goethe-Institut Korea / Aaron Choe Reimar Volker studierte Musikpädagogik an der Hochschule der Künste Berlin und hat in Musikwissenschaft an der Technischen Universität Berlin promoviert. Er arbeitet seit zehn Jahren am Goethe-Institut, unter anderem in Ägypten, Indien und zur Zeit in Korea als Leiter der Programmarbeit in der Region Ostasien.