Asian Composers Showcase Premierenkonzert 2017

Asian Composers Showcase 2017
Foto: TIMF

Die vier Neukompositionen, die im Rahmen des Asian Composers Showcase entstanden sind, wurden am 3. April 2017 auf dem Tongyeong International Music Festival (TIMF) uraufgeführt. Christopher Lee dirigierte das Ensemble TIMF.

Eine international besetzte Fachjury verlieh den diesjährigen Goethe-Award, eine in diesem Jahr wieder mit 3.000.000 Won dotierte Auszeichnung für das überzeugendste Werk des Asian Composers Showcase, an Jung-eun Park für ihre Komposition Dancing Boxes.

Ihre Entscheidung begründeten die fünf Jurymitglieder wie folgt:

„Die Jury des Asian Composers Showcase 2017 empfand alle vier Uraufführungen heute als Kompositionen von herausragender Qualität.

Die vier Kompositionen führen den Geist von Isang Yun fort und tragen zu seinem Vermächtnis als Mittler zwischen Ost und West bei. Alle vier Stücke zeugten von meisterhaften kompositorischen Fähigkeiten und dem kreativen Potential zeitgenössischer Komposition in Asien. Wir sind uns sicher, dass wir noch mehr von diesen starken Stimmen hören werden.

Eines der Werke hat die Jury aufgrund seiner Komplexität und seinem kreativen Umgang mit wiederkehrenden Motiven besonders überzeugt.

Der Asian Composers Showcase Goethe-Award 2017 geht an Jung-eun Park für ihre Komposition Dancing Boxes.“

Jung-eun Park wurde ebenfalls mit dem Audience Award ausgezeichnet. 

Die Jury

Uzong Choe Foto: Uzong Choe Prof. Uzong Choe studierte Komposition und Musiktheorie an der Seoul National University, am Mozarteum in Salzburg und am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Er ist Professor für Komposition und Musiktheorie an der Seoul National University und seit 2001 künstlerischer Leiter des Ensemble TIMF, sowie seit 1994 musikalischer Leiter des Ensembles Georipae. Seine Werke umfassen eine Vielzahl musikalischer Stile und ästhetischer Positionen, von alter Musik bis zum Musical. Seine jüngsten Arbeiten spiegeln vor allem seine Forschung zur europäischen Polyphonie, traditioneller koreanischer Musik sowie Musiktheater wieder.
      
Christopher Lee Foto: Christopher Lee Prof. Christopher Lee, ein koreanisch-österreichischer Dirigent, ist einer der vielversprechendsten Dirigenten seiner Generation. Er hat mit dem Bucheon Philharmonic Orchesra, dem Busan Philharmonic Orchestra, dem KBS Symphony Orchestra, dem Korean Symphony Orchestra, dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Kanazawa Orchestra Ensemble und vielen anderen Orchestern zusammengearbeitet. Er war Chefdirigent des Ensemble TIMF des Tongyeong International Music Festivals von 2010 bis 2011. Derzeit ist Christopher Lee Professor für Musik an der Inje University in Gimhae, Korea.

Roswitha Staege Foto: Roswitha Staege Prof. em. Roswitha Staege wurde in Berlin geboren und studierte Flöte in Hamburg bei Karlheinz und Gertrud Zoeller, sowie in Berlin bei James Galway. Sie gewann zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe, darunter den Internationalen ARD-Wettbewerb 1974 in München. Im selben Jahr wurde sie Soloflötistin des Rundfunk-Sinfonieorchesters Saarbrücken. Neben Auftritten in Europa, den USA, Russland, Australien und Asien sowie zahlreichen Rundfunk- und Fernsehaufnahmen war sie als Solistin und Kammermusikerin Gast bei Festivals auf der ganzen Welt. Als Professorin lehrte sie zuerst an der Hochschule für Musik und Theater des Saarlandes und dann von 1996 bis 2016 an der Berliner Hochschule der Künste. Neben langjähriger Mitgliedschaft im Deutschen Musikrat als Vorsitzende der Bläserjury war sie sie Mitglied in zahlreichen Jurys des DAAD, auch für Komposition. Harold C. Schonberg charakterisierte sie in der New York Times als „eine sensible Musikerin und eine anerkannte Virtuosin.“ Sie inspirierte Isang Yun zu mehreren Kompositionen.

Walter-Wolfgang Sparrer Foto: Walter-Wolfgang Sparrer Dr. Walter-Wolfgang Sparrer, 1953 in Mainz geboren, studierte in Berlin Schulmusik und Musikwissenschaft bei Carl Dahlhaus sowie Germanistik, Geschichte und Philosophie. Seit Anfang der achtziger Jahre schrieb er in Zusammenarbeit mit Isang Yun zahlreiche Werkeinführungstexte und Aufsätze zu seiner Musik. Mit Hanns-Werner Heister gab er den Sammelband Der Komponist Isang Yun heraus, der u.a. auch ins Koreanische übersetzt wurde. Zur Erforschung des Werkes und des Wirkens Isang Yuns, sowie zur Erhaltung dessen Aufführungspraxis gründete er mit anderen Freunden Yuns 1996 die Internationale Isang Yun Gesellschaft, deren Jahrbuch Ssi-ol er herausgibt, ebenso wie eine CD-Reihe.

Marla Stukenberg Foto: Goethe-Institut Korea/OZAK Dr. Marla Stukenberg ist Direktorin des Goethe-Institut Korea und Leiterin der Region Ostasien.