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18. April 2018
„Mit dem Projekt bin ich persönlich etwas ‚sozialer‘ geworden”

Ki-Sook Lee
Foto: Goethe-Institut Korea/OZAK

Von Ki-Sook Lee. Eigentlich war die koreanische Übersetzerin Ki-Sook Lee keine Nutzerin Sozialer Netzwerke. Doch beim Auftakttreffen merkte sie, dass Übersetzen auch „sozial” möglich ist.

Am Anfang war mir der Begriff des Social Translating völlig fremd. Und ich hatte keine Vorstellung davon, wie das Projekt ablaufen würde. Erst beim Treffen im November in Seoul wurde mir durch unsere Diskussionen und Gespräche allmählich klar, was ich im Rahmen des Projekts mit dem Autor und den anderen asiatischen Übersetzerinnen und Übersetzern online tun sollte. Vom Auftakttreffen habe ich die Erkenntnis mitgenommen, dass das Übersetzen auch „sozial” möglich ist. Außerdem war ich eigentlich keine Nutzerin Sozialer Netzwerke, aber mit dem Projekt bin ich persönlich etwas „sozialer” geworden.
 
Das Auftakttreffen und das Gespräch mit den anderen Übersetzerinnen und Übersetzern gaben mir die Gelegenheit, mit den Kolleginnen und Kollegen aus Asien über denselben Text diskutieren und Meinungen, Erfahrungen und Informationen miteinander austauschen zu können.
 
Die Online-Treffen auf der Lectory-Plattform haben mir bei der Übersetzung sehr geholfen. Erstens konnte ich manche Unklarheiten im Text durch die direkten Feedbacks des Autors beseitigen, die sonst lange unklar geblieben wären oder die ich durch einen persönlichen E-Mail-Austausch mit dem Autor hätte bewältigen müssen. Zweitens war der Austausch mit den anderen Übersetzerinnen und Übersetzer anregend. Ich konnte in Erfahrung bringen, wie sie bestimmte Textstellen verstanden bzw. interpretierten, ob sie vielleicht auf dieselben Schwierigkeiten stießen wie ich und wie sie damit umgingen. Drittens war die Zusammenarbeit auf der Lectory-Plattform für mich eine Gelegenheit der Selbstreflexion. Beim Übersetzen fragte ich mich manchmal, ob meine vielen Fehlinterpretationen an meinen unzureichenden Deutschkenntnissen liegen oder an meiner fehlenden Vorstellungskraft. Dadurch, glaube ich, kann man in der Übersetzungstätigkeit einen großen Schritt weiter kommen.


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