Daniel Kehlmann
Ruhm

Daniel Kehlmann: Ruhm
© Rowohlt Verlag
Eine Frau, die sterben will. Ein äußerst gelangweilter Erfolgsautor. Ein Promi, dessen Handy nicht mehr klingelt und eine Schriftstellerin, die verloren geht. Alle erzählen ihre eigenen Geschichten. Alle Geschichten hängen mit Geschehnissen und Entscheidungen der anderen zusammen. Verzwickte, halbwahre Existenzen erzählen von ihrem Leben – literarisch auf höchstem Niveau.

Schon mit seinem Erfolgswerk „Die Vermessung der Welt“ erlangte Daniel Kehlmann internationale Aufmerksamkeit. 2009 erschien ein weiteres Werk des österreichisch-deutschen Jungautors: „Ruhm – Ein Roman in neun Geschichten“.

Wie Kehlmann in einem Spiegel-Interview erklärte, geht es in Ruhm „ums Vergessenwerden, ums Verschwinden, um das Sichverlieren oder die Auflösung“. Neben seiner Kritik an der technischen Modernisierung wirft er gekonnt die Frage nach der eigene Identität auf: Wer sind wir? Wo wollen wir was – und mit wem? Und sind wir nicht alle doch nur Marionetten eines größeren Ganzen? Identitäten werden getauscht. Rollen gewechselt. Sehr geschickt vernetzt Kehlmann die einzelnen Kurzgeschichten miteinander. Auch wenn es nicht viel zu Lachen gibt, wird der Leser hineingezogen in eine Welt voller Ruhm und Niederschlag, voller Gefahr, Liebe und Einsamkeit und Entscheidungen zwischen Leben und Sterben.

Top