Bernhard Schlink
Sommerlügen

Sommerlügen
Foto (Ausschnitt): © Diogenes, 2010
In dem Erzählband Sommerlügen beschreibt Bernhard Schlink 7 Lebens- und Liebeslügen eingebettet in warmen Sommerwind, blühende Landschaften und Idylle. Alle Geschichten eint eine melancholische Atmosphäre, die sich durch die unerfüllte Sehnsucht nach Glück ergibt. Im Mittelpunkt jeder Erzählung steht die Lüge in all ihren Varianten: Familienkonflikte, Beziehungsprobleme, Untreue und Alter. Manchmal dient die Lüge der eigenen Illusion zur Beschönigung des eigenen Lebens. Manchmal wiederum ist sie Belastung.

Die Protagonisten, meist männlich, entstammen einem ähnlichen Milieu: Sie sind Juristen, Philosophen oder Schriftsteller, sind Teil der gehobenen Mittelschicht und kennen keine finanziellen Sorgen. Dennoch schützt sie dies nicht vor Versagensängsten Sinnkrisen und zwischenmenschlichen Konflikten.

Anders als in seinen bisherigen Werken, beschäftigt Schlink sich in seinem zweiten Erzählband nicht mit der politischen Vergangenheitsbewältigung, sondern der persönlichen. Die schnörkellose Sprache und die einfache, klare Erzählweise machen Sommerlügen zur leichten Urlaubslektüre.
 
Bernhard Schlink wurde 1944 in Bielefeld geboren und lebt als Jurist und Schriftsteller in Berlin und New York. Er wuchs in Heidelberg auf, studierte dort und in Berlin Jura. Schlink lehrte an den Universitäten Bonn, Frankfurt und Berlin. Mit seinem verfilmten Roman Der Vorleser erlangte er weltweite Bekanntheit.

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