10 Fragen an
Martin Zenker

Martin Zenker
Foto: Martin Zenker

Im Juni 2012 war Martin Zenker als Bassist des Claus Raible Trios im Goethe-Institut Seoul zu sehen. Seine musikalische Ausbildung begann Martin Zenker am Richard-Strauss-Konservatorium in seiner Geburtsstadt München, wo er Kontrabass studierte. Weitere Studien in den USA folgten. 2008 wurde er zum Vollzeitprofessor für Jazzkontrabass am Postmodern Music Department der KyungHee University in Seoul berufen. Martin Zenker ist ein auf nationaler sowie auf internationaler Ebene geschätzter Bandleader und Sideman. Er spielte auf zahlreichen Festivals wie dem „Jarasum International Jazz Festival“ in Korea, das mit über hunderttausend Besuchern weltweit zu den größten seiner Art gehört. 2012 trat er dort mit dem JimSnideroQuartet auf.

 

1. Was ist für Sie „typisch koreanisch“?

Zwei sehr unterschiedliche Dinge: der Respekt vor dem Alter und das ausgiebige Nachtleben.

2. Wann und wie kamen Sie zum ersten Mal in Berührung mit Korea?

Im März 2005 als ich für einen Freund einen Kontrabass dort abholte.

3. In welcher Weise hat die Begegnung mit Korea Ihr Schaffen oder Ihr Leben beeinflusst?

Durch meine Tätigkeit als Professor und den Umgang mit koreanischen Musikern und Studenten habe ich mich mehr mit den pädagogischen Aspekten meines Berufes und der kulturübergreifenden Vermittlung von pädagogischen als auch musikalischen Inhalten und Werten beschäftigt. Das hat natürlich auch meine Arbeit auf der Bühne beeinflusst.

4. Was war Ihr schönstes Erlebnis in Korea?

Ich habe mehrmals am Seoul-Marathon teilgenommen. Im Olympia-Stadion einzulaufen war jedes Mal toll und besonders, als meine Frau mich dort einmal erwartet hat.

5. Haben Sie einen Lieblingsort in Korea?

Hongdae! Die Vielfalt an Cafés, Bars, Kultur, Jazzclubs etc. ist unglaublich – und das 24 Stunden am Tag.

6. Auf was könnten Sie in Deutschland gerne verzichten?

Die deutsche Umständlichkeit und Bedenklichkeit ist manchmal etwas anstrengend.

7. Womit haben Sie sich in der letzten Zeit beschäftigt?

Neben meinen Konzertreisen arbeite ich seit einigen Jahren an einem Buch über die linearen Aspekte von Basslines im Jazz – klingt komplizierter als es ist. Und natürlich mit dem Marathon-Laufen.

8. Was sind drei Dinge ohne die Sie nicht auskommen, die Sie immer bei sich haben?

Linker Laufschuh, rechter Laufschuh, Reisepass – alles andere kann man kaufen.

9. Welche Kulturleistung aus Korea beeindruckt Sie am meisten?

Das Tempo, in dem die Stadt wächst und sich entwickelt und wie die Menschen in der Lage sind sich daran anzupassen.

10. Wie schmeckt Korea?

Nach Kimchi.

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