10 Fragen an
Nela Panghy-Lee

Nela Panghy-Lee
Foto: Jessylee Photographie

Bekannt wurde die ProSieben-Moderatorin Nela Panghy-Lee durch ihre Arbeit beim deutschen Musiksender VIVA. Als Tochter eines ungarischen Vaters und einer koreanischen Mutter wuchs sie in ihrem Geburtsort Tettnang (Baden-Württemberg) auf. Sie studierte Germanistik und Soziologie in Bamberg. Während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 moderierte sie im ZDF die Quizshow „Global Player“, die in Kooperation mit dem Goethe-Institut entstand. Seit 2009 moderiert Nela das Boulevardmagazin „taff“ des Fernsehsenders ProSieben. In dieser Sendung präsentiert sie dem deutschen Fernsehpublikum unter anderem auch das Phänomen „Hallyu“ – die „koreanische Welle“.

1. Was ist für Sie „typisch koreanisch“?

Der Kimchi-Duft, wenn man den Kühlschrank öffnet. Bis mitten in die Nacht arbeiten. Respekt vor älteren Menschen. Nationalstolz.

2. Wann und wie kamen Sie zum ersten Mal in Berührung mit Korea?

Als ich das erste Mal in Korea war und meine koreanische Familie kennen gelernt habe, war ich dreizehn Jahre alt. Ich war sehr aufgeregt, als ich in den Ferien zum ersten Mal meine Großmutter, meinen Großvater, meine Tanten und Onkels und Cousinen und Cousins treffen konnte. Natürlich hatte mir meine Mutter immer viel über die Familie erzählt und auch viele Fotos gezeigt, aber sie alle das erste Mal umarmen zu können, war überwältigend.

3. In welcher Weise hat die Begegnung mit Korea Ihr Schaffen oder Ihr Leben beeinflusst?

Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich etwas Greifbares über meine Wurzeln erfahren und erlebt. Meine Tanten und meine Großmutter haben vieles mit mir gemeinsam. Ich habe zum ersten Mal alle Puzzleteile zusammensetzen können und habe mich dadurch selbstbewusster und stärker gefühlt.

4. Was war Ihr schönstes Erlebnis in Korea?

Das schönste Erlebnis war meine Familie kennen zu lernen, mit ihnen zu lachen, zu essen, Wanderausflüge in die Berge zu machen.

5. Haben Sie einen Lieblingsort in Korea?

Seoul ist eine pulsierende, inspirierende, bunte Stadt. Ich fühle mich vor allem dort sehr wohl.

6. Auf was könnten Sie in Deutschland gerne verzichten?

Gewalt gegen Ausländer.

7. Womit haben Sie sich in der letzten Zeit beschäftigt?

Ich habe mir vorgenommen, meine bescheidenen Koreanisch-Kenntnisse endlich zu vertiefen.

8. Was sind drei Dinge ohne die Sie nicht auskommen, die Sie immer bei sich haben?

Mein Handy, mein Lippenpflegestift, Hundebeutel, falls mein Labrador Captain mal muss.

9. Welche Kulturleistung aus Korea beeindruckt Sie am meisten?

Ich bewundere Koreaner dafür, dass sie ihre Kultur und ihre Traditionen so respektieren und jahrhundertalte Werte in die moderne Zeit transferieren. Egal ob in der Medizin, beim Umgang miteinander, in den familiäre Beziehungen - trotz der hoch-technologisierten Welt haben die uralten Werte immer noch Bestand.

10. Wie schmeckt Korea?

Scharf, würzig, abenteuerlich.

Top