Installation, Vortrag, Workshop
2019 Gwangju Design Biennale

Wohnmaschine
© tinyfoundation

Programm zu 100 Jahre Bauhaus

Gwangju Biennale Exhibition Hall

Neben der Ausstellung bauhaus imaginista finden im Rahmen der Gwangju Design Biennale 2019 zahlreiche Veranstaltungen mit Unterstützung des Goethe-Instituts Korea statt, die das Jubiläum 100 Jahre Bauhaus aufgreifen und aus unterschiedlichen Perspektiven reflektieren.
 
Installation: Wohnmaschine (Mini-Bauhaus)
Anlässlich des Bauhaus-Jubiläums entwickelte die Tiny Foundation eine Wanderausstellung namens „Wohnmaschine“: ein 15 qm großes Tiny House, das außen das ikonenhafte Bauhaus Dessau im Maßstab 1:6 abbildet. Diese Wohnung stellt das sogenannte „Wonderhome“ dar, ein Forschungsprojekt der Tiny Foundation zum Thema bezahlbarer Wohnraum in Modulbauweise. Die „Wohnmaschine“ ist Teil des Projektes „Spinning Triangles“, in dem es um die Frage geht: Wie wollen wir in Zukunft leben? Für die Gwangju Design Biennale 2019 installiert die Tiny Foundation eine exklusive Edition: die Wohnmaschine Edition L.
 
„Wohnmaschine“ ist ein Projekt von Berliner Tiny Collective, Eliomateku und Joschka Härdtner.
 
Vortrag: „Bauhaus Women: Changing Design History“
Auf Einladung des Goethe-Instituts Korea hält Elizabeth Otto einen Vortrag, der den Beitrag von Frauen zur Bauhaus-Bewegung untersucht. Der Vortrag „Bauhaus Women: Changing Design History“ ist Teil des Symposiums „Inclusive Innovation by Design“ am 7. September 2019 im Gwangju Design Center.
 
Während das Bauhaus für seine berühmten Männer wie Walter Gropius, Paul Klee oder László Moholy-Nagy bekannt ist, waren mehr als ein Drittel seiner 1.250 Mitglieder Frauen. Der Vortrag der Bauhaus-Expertin Elizabeth Otto zeigt, wie andere Bauhaus-Künstler, Designer und Fotografen – Frauen wie Ré Soupault, Friedl Dicker, Marianne Brandt und Gertrud Arndt – das kontinuierliche, wenn auch weitgehend unartikulierte kollektive Projekt unternahmen, aktiv zu definieren, was es sein soll eine moderne Frau - auch wenn sie für das moderne Leben selbst entworfen haben. Sie untersuchten auch, wie aufstrebende Weiblichkeiten in den dramatisch wechselnden Jahren der 1920er bis 40er Jahre am besten dargestellt und gelebt werden können, in einer Gesellschaft, die sich vom Ersten Weltkrieg erholt, sich als Demokratie herausbildet und dann in den Nationalsozialismus und einen anderen Krieg versinkt.
 
Elizabeth Otto ist Professorin der Modern & Contemporary Art History & Visual Studies an der University at Buffalo.
 
Workshop: „Space for Visual Research“
Markus Weisbeck, Professor an der Bauhaus-Universitat in Weimar, und Vera Kunz, Designerin vom Surfacegrafik Studio, führen vom 16. bis 18. September einen Workshop für koreanische Design-Student*innen durch.
 
Thema des Workshops ist „Space for Visual Research“, ein Arbeitsraum und Labore, welches 2013 an der Bauhaus-Universität Weimar mit dem Ziel der experimentellen Forschung an neuen grafischen, abstrakten und visuellen Welten geschaffen wurde.
 
Markus Weisbeck beschrieb das Projekt in einem Interview folgendermaßen:
 „Es ist möglich, eine Methode für das systematische Lehren von Form durch Abstraktion zu entwickeln. Wenn man Grafikdesign mit abstrakten Bildern praktiziert, ist man mehr auf die Gestaltung fokussiert und weniger von Fragen der Bedeutung des Sujets abgelenkt.“
 
Die Bauhaus-Universität Weimar verfügt heute mit den vier Fakultäten Architektur und Urbanistik, Bauingenieurwesen, Kunst und Gestaltung sowie Medien über ein ganz besonderes Profil und bietet mit ca. 40 Studiengängen ein in Deutschland einmaliges Ausbildungsspektrum an: von der Freien Kunst und dem Produkt-Design über Mediengestaltung und -kultur, Architektur und Bauingenieurwesen und Umwelt sowie Management.

Details

Gwangju Biennale Exhibition Hall

111, Biennale-ro, Buk-gu
Gwangju

Preis: 2.000 Won-13.000 Won
+82 62 611 5151
gdb1@gdc.or.kr

Ort: Gwangju Biennale Exhibition Hall, Asia Culture Center und Gwangju Design Center