10xPasch-Stories
Hyesung Im

Mein Name ist Hyesung Im und ich bin 54 Jahre alt. Ich komme aus Seoul und habe Germanistik studiert. Seit meiner Hochzeit wohne ich in Busan und seit 2005 arbeite ich an der Busan Internationalen Fremdsprachenoberschule. Im ersten Jahr arbeitete ich teilweise an der BIFOS und auch an der Inje-Universität als Dozentin. 2006 wurde ich die einzige reguläre Deutschlehrerin und jetzt unterrichte ich Deutsch mit meinem Kollegen, Herrn Choi. Jedes Jahr lernen durchschnittlich 150 Schülerinnen jeden Tag eine Stunde Deutsch als Wahlpflichtfach. Seit 2009 ist meine Schule eine Partnerschule des Goethe-Instituts im Rahmen von PASCH.
 

Hyesung Im ⓒ Hyesung Im Was bedeutet „PASCH“ für Sie?
 
PASCH ist für mich Stolz und zugleich auch ein starkes Mittel, um die Schülerinnen zum Deutschlernen zu motivieren. Während der letzten 10 Jahre konnten wir dank des Goethe-Instituts von vielen internationalen Austauschprogrammen, sowie pädagogischer Unterstützung profitieren. Durch die jährlichen Jugendcamps in Deutschland oder Ostasien gewannen die Stipendiatinnen eine globale Perspektive. Beim Vorbereiten auf die kostenlosen A1- und A2-Prüfungen, sowie im Unterricht mit Muttersprachlern und deutschen PraktikantInnen an der Schule, konnten die Schülerinnen ein besseres und hohes Sprachniveau erreichen. Mit Projekten wie Stofftaschen-Austausch mit Polen und Taiwan, Weihnachtspaket-Austausch mit China und der PASCHi-Maskottchenrundreise durch die ostasiatischen PASCH-Schulen bekamen meine Schülerinnen Gelegenheiten, mit AusländerInnen weltweit praktisches Deutsch zu sprechen. Durch den Vortrag vom Botschafter der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Rolf Mafael, Modeworkshops und der Ausstellung ‘Mathematik zum Anfassen’, wurde meine Schule sowohl in Busan als auch in ganz Korea als PASCH-Partnerschule bekannt. Die Ausstellung ‘Mathematik zum Anfassen’ im Jahr 2014 besuchten über 2000 Menschen. Alle PASCH-Aktivitäten interessierten die Schülerinnen und dadurch wählten ungefähr 20% der Absolventinnen mit großer Lust Deutsch als Hauptfach an der Uni und planten, in Deutschland weiter zu studieren.

Was war Ihr schönstes Erlebnis, das Sie mit „PASCH“ verbinden?

In den letzten 10 Jahren besuchten viele bekannte deutsche Personen unsere Schule: das waren wohl die besten Erfahrungen. Darunter befanden sich der deutsche Botschafter, Professor Hans Jürgen Krumm von der Universität Wien, der Pädagogische Geschäftsvorstandschef und die Schulleiterin der St. Gertrudis Ellwangen Schule, mit der meine Schule im Jahr 2014 einen Schüleraustausch vereinbarte.
Dank der Vorschläge des Goethe-Instituts  und dem Konzert des Martin Zenker-Quartetts hatten nicht nur die Schülerinnen der deutschen Klasse, sondern auch der chinesischen und japanischen Klassen großes Interesse an Deutschland, wodurch die Beliebtheit der deutschen Klasse stieg. Für mich waren die Fortbildungsseminare in Deutschland die beste Erfahrung, durch die ich den Schwerpunkt des PASCH-Projekts erkennen und meine Fähigkeiten für den Unterricht verbessern konnte.
 
Welche Ideen haben Sie für „PASCH“ für die Zukunft?
 
Wenn bekannte Deutsche meine Schule besuchen, einen Vortrag halten oder etwas aufführen würden, hätten die Schüler, besonders auch in den Mittelschulen in ganz Busan, mehr Chancen, deutsche Kultur zu erleben und Auskunft über PASCH zu erhalten. Beispielsweise könnte Daniel Jakob Lindemann, der in den Fernsehprogrammen ‘Non-Summit’ und ’Komm bitte einmal nach Korea’ auftritt, mit seinen Freunden zusammen meine Schule besuchen kommen.
Eine zweite Idee sind Kulturaustauschprojekte zwischen PASCH-Partnerschulen in der ganzen Welt: Dies würde das deutschsprachige Feld von meinen Schülerinnen erweitern und einen multikulturellen Austausch ermöglichen.
 
Haben Sie einen Tipp für PASCH-Schülerinnen und -Schüler, die jetzt angefangen haben, Deutsch zu lernen?

Wenn man Deutsch sprechen kann, dann erwirbt man eine starke Waffe auf der Weltbühne der Konkurrenz, denke ich. Ohne Sprachfähigkeit kann man nicht sprechen. Während der letzten 10 Jahre nahmen ungefähr 145 meiner Schülerinnen als Stipendiatinnen an verschiedenen Camps oder Festen teil. Viele Absolventinnen studieren durch ein Austauschprogramm an der Uni oder arbeiten in Deutschland. Die Goethe-Zertifikate A1, A2 oder B1 nach dem Europäischen Referenzrahmen sollten alle meine Schülerinnen vor dem Abschluss niveaugemäß erwerben. Nach meiner Erfahrung konnten durch die Vorbereitung auf die Zertifikate die AbiturientInnen auch im Fach Deutsch eine hohe Note bekommen und Kenntnisse über deutsche Landeskunde erwerben. Versuchen Sie, alle Prüfungen des Goethe-Instituts zu machen. Und: nehmen Sie jedes Mal an allen Wettbewerben teil, bei welchen es um verschiedene Themen geht, wie: „Was tragt ihr zum Sport?“, „Mein Traumjob“, „Feste und Bräuche“, oder „Die Schule der Zukunft“ …! Beim Nachdenken und Aufnehmen von Videos können die  Schülerinnen und Schüler vielfältige Ausdrücke benutzen und ihr Deutsch verbessern. Ein Sprichwort besagt: „Aller Anfang ist schwer“. Wenn Sie nur anfangen, dann bekommen Sie bestimmt einmal ein Stipendium!