10xPasch-Stories
Byung-Jun Kim

Grüezi mitenand! Mein Name ist Byung-Jun Kim. Im Februar 2013 habe ich die Daejeon-Fremdsprachenoberschule in Daejeon/Korea absolviert. Danach erhielt ich meinen Bachelor im Fach BWL an der „Beijing Foreign Studies University“ in Peking/China. Derzeit befinde ich mich im 2. Semester meines Masterstudiums im Fach “Banking and Finance” an der Universität Zürich in der Schweiz. Ich habe großes berufliches Interesse an einer internationalen Karriere. Ich kann vier Sprachen und lebe gerne im Ausland.
 

  Was bedeutet „PASCH“ für Sie?

Mir fallen 2 Definitionen ein, wenn ich an PASCH denke.
PASCH ist ein „Klebstoff“. Bei PASCH geht es nicht nur um die deutsche Sprache, sondern auch um Deutschland und dessen Kultur. Viele denken, dass man es geschafft hat, wenn man Deutsch mechanisch (grammatisch) beherrscht. Die Grammatik ist auch das, was in Korea eher häufig getestet wird. Die Sprache ist aber lebendig und mit der Kultur eng verbunden. PASCH ist also der Klebstoff, der die beiden Aspekte zusammen bringt. PASCH, in meiner zweiten Definition, ist ein weltweites Netzwerk, das mich mit den Alumni anderer Kulturen verbindet. Mit den Teilnehmern des PASCH-Jugendkurses in Schwäbisch Hall bin ich noch in Kontakt. In der Berufswelt gilt ein Netzwerk als ein wichtiger Teil, und das PASCH-Netzwerk könnte sehr bedeutend sein, falls man international bzw. im deutschsprachigen Raum beruflich tätig sein will.


Was war Ihr schönstes Erlebnis, das Sie mit „PASCH“ verbinden?

Als PASCH-Stipendiat nahm ich im Jahr 2011 an einem PASCH-Jugendkurs in Schwäbisch Hall teil, wo ich mehr als 60 neue Bekannte, sehr offene Freunde anderer Kulturen und meine jetzige Freundin, die aus China kommt, kennenlernte. Drei Wochen lang nahm ich an hochqualifizierten Deutschkursen teil und konnte meine Deutschkenntnisse verbessern. Außerdem habe ich auch die Kultur Süddeutschlands und viele neue Freunde kennen gelernt. Der Besuch des Rathauses in der ersten Woche, in dem wir die Gelegenheit hatten, persönlich mit dem Oberbürgermeister ein Gespräch zu führen, war für mich eine besondere Erfahrung. Beeindruckend war auch die Aufführung der Freilichtspiele Schwäbisch Hall. Das Musical „My Fair Lady (Deutsche Version)” fand auf den Stufen der großen Treppe vor der Kirche St. Michael statt, die als Bühne diente. Überall auf den 54 Stufen wurde live gesungen und getanzt. Wir hatten noch die Chance, auf die schwierige Zeit des Nationalsozialismus Deutschlands zu blicken. Wir machten eine Führung durch das Konzentrationslager Schwäbisch Hall-Hessental, das meiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag zur Geschichtsvermittlung leistet, und lernten die traurige Geschichte vor Ort kennen. Die Erfahrung beim PASCH-Camp brachte mich Deutschland eine Stufe näher.


Welche Ideen für PASCH haben Sie für die Zukunft?

Ich würde sagen, interessante Projekte und Wettbewerbe sollen, wie bisher, weiterhin entwickelt werden, an denen die PASCH-Schülerinnen und Schüler aktiv teilnehmen können. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler können zur regen Interaktion mit PASCH beitragen, so dass die Verbundenheit zu Deutschland und der deutschen Sprache mit dem Abschluss der Schule nicht der Vergangenheit angehört. Ich hoffe, dass ehemalige Schülerinnen und Schüler von PASCH-Schulen über die PASCH-Alumni-Plattform nachhaltig miteinander in Kontakt bleiben, indem die Alumni-Arbeit gefördert und das Alumni-Netzwerk gestärkt wird. Ich denke, dass gerade die Alumni die Schülerinnen und Schüler in den PASCH-Schulen am besten motivieren können. Dies führt dann auch zu einer verstärkten Verbindung innerhalb des gesamten PASCH-Netzwerks.


Haben Sie einen Tipp für PASCH-Schülerinnen und -Schüler, die jetzt angefangen haben, Deutsch zu lernen?

An dieser Stelle möchte ich über das Sprachenlernen nachdenken. Zum effizienten Sprachenlernen sollte man als Lerner über geeignete Strategien verfügen.
Ich denke, die Funktionen von Satzgliedern bestimmen zu können, ist eine wichtige Voraussetzung, um ein Verständnis für den Aufbau einer Sprache zu gewinnen und diese Sprache somit schnell zu lernen.
Meine nächste didaktische Empfehlung ist: Versucht, euch die authentischen Sätze von Deutschsprachlern anzueignen, denn besonders in der Anfangsphase besteht die Gefahr, dass man bei der Produktion zu unbewussten, fehlerhaften Äußerungen kommt, wenn man selber eigene Sätze bildet.
Ich verstehe, dass die Aufnahmeprüfung zur Universität in Korea bei den Schülerinnen und Schülern den absoluten Vorrang im Leben hat. Trotzdem empfehle ich euch, besonderes Augenmerk auf die deutsche Sprache bzw. Fremdsprachen zu legen. Ihr wisst schon, die Sprache ist wie eine Brücke zu fremden Kulturen. Durch die Sprache erweitert ihr eure Horizonte. Ich hoffe sehr, dass ihr diese Brücke gut aufrechterhaltet.

Herzlichen Dank fürs Lesen! Uf wiederluege mitenand.