Fotoausstellung Barbara Klemm

Fall der Mauer, Berlin, 10. November 1989 © Barbara Klemm, Institut für Auslandsbeziehungen e. V.

Do, 7. September 2017–
Fr, 17. November 2017
Kuratorengespräch
8. September 14:00 Uhr

Gyeongnam Art Museum

296, Yongji-ro Uichang-gu,
Changwon-si, Gyeongsangnam-do

Helldunkel – Fotografien aus Deutschland

Momentaufnahmen aus der Wirklichkeit
Barbara Klemm gilt als eine der bedeutendsten Fotografinnen Deutschlands. Ihre ursprünglich für Zeitungsreportagen gemachten Schwarz-Weiß-Fotografien geben wertvolle Einblicke in das gesellschaftliche Leben der Bundesrepublik Deutschland, der DDR und darüber hinaus. Einige ihrer Bilder werden sogar als „Ikonen der Zeitgeschichte“ gepriesen, da sie das kulturelle Gedächtnis vieler Generationen prägen. Grundlegende Anhaltspunkte beim Fotografieren sind für Barbara Klemm zum einen die Distanz zum Motiv, die Achtung vor dem Abgebildeten und das Hinzufügen des eigenen Standpunkts zu dem vermeintlich Objektiven des dokumentarischen Bildes. Die Fotografin hat das in der Pressearbeit selten anzutreffende Talent, auf diese Weise Dokumentation und künstlerische Inspiration miteinander zu verbinden.
 
Barbara Klemm ist der Titel der Ausstellung, die ab 7. September im Gyeongnam Art Museum in Changwon zu sehen sein wird und in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandbeziehungen (ifa) verwirklicht wurde. Die Ausstellung gibt den Besuchern einen Überblick über vierzig Jahre deutscher Geschichte bis hin zur Gegenwart und präsentiert sich als eine Dokumentation des Zeitgeschehens, die die Umbrüche und Entwicklungen von vier Jahrzehnten einfängt. Inhaltlich decken Klemms Fotografien fast alle Bereiche des alltäglichen Lebens ab und zeigen Momentaufnahmen aus Kultur, Politik und Wirtschaft. Fotografien von Demonstrationen und Massenveranstaltungen sind dabei ebenso vertreten, wie Porträts von Politikern und Aufnahmen von Gesprächssituationen bedeutender deutscher Persönlichkeiten. Ein eindeutiger Schwerpunkt des Gezeigten liegt auf den Themen „geteiltes Deutschland“ und „Wiedervereinigung“. Der Mauerfall bildet hierbei den Höhepunkt.

Am Freitag den 8. September um 14:00 Uhr wird es einen Vortrag der Kuratorin Ursula Zeller geben, die eigens dafür nach Changwon kommt. Sie wird über „Barbara Klemm und die Dokumentarfotografie in Deutschland“ sprechen.
 
Barbara Klemm begann 1955 ihre Ausbildung als Fotografin in einem Porträtatelier in Karlsruhe. Zwischen 1959 und 2004 arbeitete sie bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zuerst als Laborantin und bei der Klischeeherstellung, dann ab 1970 im Bereich für Politik und Feuilleton. Seit 1992 ist sie Mitglied der Akademie der Künste Berlin in der Sektion für Film- und Medienkunst. Im Jahr 2000 übernahm sie eine Honorarprofessur an der Fachhochschule Darmstadt im Bereich Fotografie.
 
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa), eine der ältesten Mittlerorganisationen für Auswärtige Kulturpolitik der Bundesrepublik Deutschland, bemüht sich stets um den internationalen Kunstaustausch, den Dialog zwischen Zivilgesellschaften und die Vermittlung außenkulturpolitischer Informationen. Weltweit zeigt es ein umfassendes Bild des gesellschaftlichen Lebens in Deutschland. Um diesen Kunstaustausch weiter anzuregen veranlasst es Ausstellungen, Förderprogramme und Stipendien. Die Bildende Kunst, Architektur und Design, sowie vor allem auch die Fotografie sind hierbei wichtige Informationsträger.

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