Digital Concert Hall Konzert der Asien-Tour mit Simon Rattle und Seong-Jin Cho

Digital Concert Hall_Startseite Foto: Michael Wesely © The Columns Gallery

Do, 22. Februar 2018
19:00 Uhr

Goethe-Institut Seoul

132, Sowol-ro, Yongsan-gu
Seoul

Die Berliner Philharmoniker im Videostream mit einer Einführung von Heera Kim

Im Februar zeigt das Goethe-Institut das erste Konzert der Asien-Tour 2017. Die Berliner Philharmoniker spielten bei diesem Konzert in Hong Kong zunächst Richard Strauss’ Tondichtung Don Juan, das die ganze Klangpalette des spätromantischen Symphonieorchesters in Szene setzt und deshalb zu einem der beliebtesten Standardwerke für Sinfonieorchester weltweit wurde. Obwohl Strauss die Tondichtung mit gerade einmal 24 Jahren komponierte, legte sie den Grundstein für seinen späteren Ruhm als überragender Vertreter der Spätromantik.
 
Im Anschluss wird Maurice Ravels Konzert für Klavier und Orchester in G-Dur aufgeführt. Das Werk ist geprägt von ausgelassenen Jazzharmonien, mit denen sich Ravel in Paris und auf seinen Reisen in die Vereinigten Staaten vertraut machte. Als Solist des Abends trat der international bekannte koreanische Pianist Seong-Jin Cho auf, der 2015 beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Warschau den ersten Preis gewann. 1994 in Seoul geboren, begann er mit sechs Jahren, Klavier zu spielen, und trat schon mit 11 Jahren erstmals öffentlich auf. Vor allem die musikalische Reife und gedankliche Tiefe seiner Interpretationen lösen bei Publikum und Kritikern gleichermaßen immer wieder spontane Begeisterung und breiten Beifall aus.
 
Das Konzert endet mit der Vierten Symphonie von Johannes Brahms. Die letzte Sinfonie Brahms’ aus dem Jahr 1885 wurde aufgrund ihrer kompromisslosen Art seinerzeit kontrovers aufgenommen: Während Richard Strauss meinte, es sei „schwer, alles das Herrliche, was dieses Werk enthält, mit Worten zu definieren“, urteilte Hugo Wolf, dass Brahms „aus nichts etwas zu machen“ versuche. Heutzutage gilt die Symphonie aufgrund ihrer Eigenartigkeit jedoch als eines der interessantesten Werke der Musikgeschichte.
 
Die Einführung in das Thema gibt Heera Kim. Die südkoreanische Komponistin, die unter anderem in Köln und Karlsruhe studierte und deren Werke bereits weltweit von verschiedenen Ensembles und Orchestern gespielt wurden, ist Professorin für Komposition an der Kyunghee University in Seoul.
 
Die Berliner Philharmoniker gelten als eines der weltweit führenden Symphonieorchester. Das Orchester der deutschen Hauptstadt, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1882 zurückreichen, hat im Lauf seiner Karriere zahlreiche Preise gewonnen – unter ihnen nicht nur viele Echo- und BRIT-Awards aus dem Bereich Klassik, sondern auch 8 Grammys. 2007 wurden die Berliner Philharmoniker zum Internationalen UNICEF-Botschafter ernannt und sie sind damit die einzige Institution weltweit, die diesen Titel tragen darf.
 
Die Konzerte der Berliner Philharmoniker kann man auch außerhalb Berlins genießen: Das Orchester stellt alle Konzerte online im Stream in ihrer „Digital Concert Hall“ zur Verfügung. Das Goethe-Institut Korea zeigt normalerweise einmal im Monat eines der Konzerte auf der Leinwand in unserem Veranstaltungssaal. Umrahmt wird die Veranstaltung im Wechsel von einer Live-Aufführung oder einer Einführung in das gezeigte Werk.

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