Digital Concert Hall Beethoven und Mozart mit Simon Rattle und Mitsuko Uchida

Digital Concert Hall_Startseite Foto: Michael Wesely © The Columns Gallery

Do, 22. März 2018
19:00 Uhr

Goethe-Institut Seoul

132, Sowol-ro, Yongsan-gu
Seoul

Die Berliner Philharmoniker im Videostream mit einer Einführung von Heera Kim

Auch im März zeigt das Goethe-Institut Seoul wieder ein Konzert im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Digital Concert Hall“. Mit Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven vereint das diesmal gezeigte Konzert aus dem Jahr 2016 zwei der bekanntesten deutschen Komponisten überhaupt.
 
Den ersten Teil der Aufführung bildet Mozarts 22. Klavierkonzert. Kennzeichnend für dieses besonders farbenprächtige Konzert ist der starke Einsatz der Hörner neben den Holzbläsern. In den Ecksätzen erfährt es eine starke thematische Anlehnung an frühere Werke und kann deshalb als eine Rückkehr zu Mozarts frühem Schaffen angesehen werden. Als Solistin konnte an dem Abend die britisch-japanische Pianistin Mitsuko Uchida gewonnen werden, die schon seit über 30 Jahren regelmäßig bei den Berliner Philharmonikern zu Gast ist.
 
Im zweiten Teil wird Beethovens Symphonie Nr. 9 zu hören sein. An seiner letzten vollendeten Symphonie arbeitete Beethoven sechs Jahre, obwohl er zu dieser Zeit schon gänzlich taub war. Die Symphonie ist äußerst komplex und weist zahlreiche Klangfarben auf. Bekannt geworden ist sie vor allem durch den Finalsatz, in dem Beethoven Friedrich Schillers Gedicht Ode an die Freude von 1785 vertonte. Dieses Thema wurde in der Vergangenheit verschiedentlich als ideologische Projektionsfläche genutzt; mittlerweile ist es zur offiziellen Europahymne avanciert. Als autonomes Kunstwerk setzte die neunte Symphonie neue Maßstäbe in der symphonischen Klassik, weshalb ihre Relevanz auch über politische Deutung hinaus unumstritten ist. Unterstützt werden die Berliner Philharmoniker vom weltweit renommierten Prager Philharmonischen Chor.
 
Die Einführung in das Thema gibt Heera Kim. Die südkoreanische Komponistin, die unter anderem in Köln und Karlsruhe studierte und deren Werke bereits weltweit von verschiedenen Ensembles und Orchestern gespielt wurden, ist Professorin für Komposition an der Kyunghee University in Seoul.
 
Die Berliner Philharmoniker gelten als eines der weltweit führenden Symphonieorchester. Das Orchester der deutschen Hauptstadt, dessen Ursprünge bis in das Jahr 1882 zurückreichen, hat im Lauf seiner Karriere zahlreiche Preise gewonnen – unter ihnen nicht nur viele Echo- und BRIT-Awards aus dem Bereich Klassik, sondern auch 8 Grammys. 2007 wurden die Berliner Philharmoniker zum Internationalen UNICEF-Botschafter ernannt und sie sind damit die einzige Institution weltweit, die diesen Titel tragen darf.
 
Die Konzerte der Berliner Philharmoniker kann man auch außerhalb Berlins genießen: Das Orchester stellt alle Konzerte online im Stream in ihrer „Digital Concert Hall“ zur Verfügung. Das Goethe-Institut Korea zeigt normalerweise einmal im Monat eines der Konzerte auf der Leinwand in unserem Veranstaltungssaal. Umrahmt wird die Veranstaltung im Wechsel von einer Live-Aufführung oder einer Einführung in das gezeigte Werk.

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