Filmreihe Filmreihe „Faszination Wagner“

Winifred Wagner © Hans-Jürgen Syberberg

Mi, 7. November 2018 -
So, 11. November 2018

Seoul Art Cinema

13, Donhwamun-ro,
Jongno-gu, Seoul

„Die Nibelungen“, „Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried 1914–1975“ und „Die Verwandlung der Welt in Musik“ im Seoul Art Cinema

Die Filmreihe im Seoul Art Cinema ist Teil des Rahmenprogramms „Faszination Wagner“ zu Achim Freyers Rheingold-Inszenierung in Seoul. Alle Filme drehen sich um Richard Wagner – und betrachten doch ganz unterschiedliche Aspekte aus seinem Leben und Werk.
 
Das zweiteilige deutsche Filmepos Die Nibelungen von Fritz Lang aus dem Jahre 1924 eröffnet die Vorführungen der Filmreihe. Das Drehbuch schrieb Thea von Harbou, die damalige Ehefrau des Regisseurs, unter freier Verwendung von Motiven des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes. Der Stummfilm überzeugt durch seine perfekte, malerische Bildkomposition, einen großen Aufwand an Ausstattung und Masken, innovative Tricks und visuelle Effekte sowie durch hervorragende schauspielerische Leistung. Die Nibelungen wurden am 14. Februar (Teil 1) und am 26. April 1924 (Teil 2) im Ufa-Palast am Zoo in Berlin uraufgeführt und gelten  als Meilenstein der Filmgeschichte.
 
Dem Regisseur Hans Jürgen Syberberg gelang es im Jahre 1975, die Schwiegertochter Richard Wagners und einstige Bayreuther Wagner-Festspielchefin zu einem mehrstündigen Interview zu bewegen. Im Zentrum seines Films Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried 1914–1975 steht vor allem Winifred Wagners Verhältnis zu Reichskanzler und Wagner-Verehrer Adolf Hitler. Ihr Ruf, bis zuletzt eine unverbesserliche Nazi-Sympathisantin gewesen zu sein, ist unter anderem durch den in diesem Film geäußerten Satz begründet: „Wenn der Hitler heute hier zur Tür reinkäme, ich wäre genauso fröhlich und so glücklich, ihn hier zu sehen und zu haben, als wie immer.“ Syberbergs Dokumentarfilm verschafft den Zuschauerinnen und Zuschauern einen einzigartigen Einblick in das Selbstverständnis und die Zerwürfnisse des Hauses Wahnfried.
 
In Die Verwandlung der Welt in Musik begleitet der Regisseur Werner Herzog die Vorbereitungen und Proben der Bayreuther Richard-Wagner-Festspiele. Der Film vermittelt selten gesehene Innenansichten von der Arbeit im Festspielhaus auf dem „Grünen Hügel“ in Bayreuth, geht aber auch auf die politischen Probleme ein, die durch die Nationalsozialisten und ihren Missbrauch der Musik Richard Wagners bis heute nicht gänzlich gelöst sind. Dass der Filmemacher zu allen Bereichen der Festspiel-Vorbereitungen Zugang findet, erklärt sich aus seiner Biografie: Herzog hat 1987 selbst als Regisseur in Bayreuth gearbeitet. Seine Inszenierung von Lohengrin war so erfolgreich, dass sie bis 1993 im Programm blieb.

Aufführungstermine

„Die Nibelungen“ (Deutschland 1924, 293min.)
Teil 1: Siegfried: Mi, 07. November 2018, 19:30 Uhr und Sa, 10. November 2018, 13:00 Uhr
Teil 2: Kriemhilds Rache: Do, 08. November 2018, 16:30 Uhr und Sa, 10. November 2018, 16:00 Uhr
 
„Winifred Wagner und die Geschichte des Hauses Wahnfried 1914–1975“ (Deutschland 1975, 302min.)
Teil 1: Do, 08. November 2018, 19:30 Uhr und So, 11. November 2018, 14:00 Uhr
Teil 2: Fr., 09. November 2018, 19:30 Uhr und So, 11. November 2018, 17:00 Uhr
 
„Die Verwandlung der Welt in Musik“ (Deutschland 1994, 90min.)
Fr., 09. November 2018, 17:00 Uhr und Sa, 10. November 2018, 20:00 Uhr

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