Theater
She She Pop in Almaty

Auf Einladung des Goethe-Instituts Kasachstan und des experimentellen Theaters ARTiSCHOCK waren erstmals Lisa Lucassen und Sebastian Bark, Mitglieder der deutschen Kult-Theatergruppe SheShePop, zu Besuch in Almaty.

Eine Woche lang erforschten und durchdrangen sie gemeinsam mit der bekannten Dramaturgin Natascha Borenko und Studierenden des Kurses für Schauspiel und Regie am Theater die Grundlagen des partizipatorischen Theaters, eines Theaters, das die „Kunst des Teilnehmens“ propagiert, also die Einbeziehung des Publikums in den Entstehungs- oder Aufführungsprozess eines Stücks.
 
Im ersten Teil des „Mitmachlabors“ setzten sich die Studierenden mit Erfahrungen des partizipatorischen Theaters in Deutschland auseinander und nahmen an praktischen Übungen und Trainings teil. Der zweite Teil umfasste Diskussion und Ideenfindung bezüglich einer praktischen Anwendung dieses „Mitmachtheaters“ in Almaty, und im dritten wurden bereits selbständig verschiedene Ebenen einer solchen Partizipation untersucht. 
 

„Praktik des Teilnehmens“
© Kairat Konuspayev
Die Ergebnisse der Zusammenarbeit mit SheShePop und Natascha Borenko stellten die Teilnehmenden des Workshops im Format einer offenen Vorführung mit dem Titel „Praktik des Teilnehmens“ auf der großen Bühne des Theaters ARTiSCHOCK einem interessierten Publikum vor. Die angehenden Schauspieler*innen und Regisseur*innen präsentierten ein Theater, das die Grenze zwischen Bühne und Publikum mit Leichtigkeit verschiebt, das Verständnis und die Diskussion brennender Themen befördert und Schauspieler*innen wie Bewohner*innen der Stadt zu einer aktiven und gemeinsamen kreativen Tätigkeit motiviert.
 
Das kooperative Experiment des Theaters ARTiSCHOCK und der internationalen Kurator*innen hatte in Almaty die Aufmerksamkeit eines anspruchsvollen Publikums auf sich gezogen und fand bei diesem aktive Zustimmung. Die Zuschauer*innen nahmen gerne aktiv an der Vorstellung teil, und selbst die skeptischsten unter ihnen bewerteten die Erfahrung dieser „Praktik des Teilnehmens“ zumindest als interessant.
Die Teilnehmer der Aufführung
© Kairat Konuspayev
In Zukunft möchte das ARTiSCHOCK die Implementierung neuer Formen moderner Theaterkunst fortsetzen und sein Publikum auch weiterhin mit unerwarteten Experimenten erfreuen.
 
 
 
 
 

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