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Online-Workshop von Carl Schoenfeld

Online-Workshop von Carl Schoenfeld
@Carl Schönfeld

Am 22. September fiel der Startschuss für den Online-Workshop Kazakh producers go global des deutschen Filmexperten Carl Schoenfeld. Die Teilnehmenden an dieser Veranstaltung, die vom Goethe-Institut Kasachstan und vom Staatlichen Zentrum zur Unterstützung des nationalen Films organisiert wurde, lernten die Besonderheiten europäischer Filmproduktion sowie rechtliche Aspekte kennen und sahen anhand von Beispielen, welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt und wie bedeutend persönliche Kontakte in der Produktion sind. Das gewonnene Wissen konnten die jungen Regisseur*innen, Drehbuchautor*innen und Produzent*innen in der Vorbereitung ihrer Projekte für den Pitch anwenden, mit dem der Workshop am 13. Oktober endete.

Neben Carl Schoenfeld beurteilte auch die deutsche Produzentin Dagmar Niehage, Leiterin der von ihr gegründeten Filmproduktionsfirma Dagstarfilm (https://dagstarfilm.de/en/dagstarfilm), auf besondere Einladung die Präsentation der Filme beim Pitch. Sie betonte, dass die vorgestellten Projekte interessant und professionell gemacht seien, und die Teilnehmenden hervorragend vorbereitet.

Der Pitch fand übrigens – wie auch der gesamte Workshop – in englischer Sprache statt. Herr Schoenfeld unterstrich mehrfach die Bedeutung des Englischen für die Promotion von Filmen auf internationaler Ebene. Die Teilnehmenden standen in freiem Austausch mit dem deutschen Filmemacher und erhielten nützliche und wichtige Ratschläge für die Weiterentwicklung zukünftiger eigener Projekte.

Die Online-Veranstaltungsreihe endete mit dem offenen Vortrag Ethics in Storytelling, der am 15. Oktober unter Einbeziehung eines erweiterten Auditoriums im Zoom-Format stattfand. Carl Schoenfeld sprach mit den Teilnehmenden über die Verantwortung von Kreativen und mögliche Widersprüche in der Herstellung künstlerischer Werke, unter anderem in der Filmindustrie. Sollten moderne Medien, Film, Fernsehen und Internet die mögliche Einflussnahme ihrer Produktion auf das Auditorium bedenken und vorab die Folgen dieses Einflusses kalkulieren? Welche allgemeingültigen ethischen Normen gilt es dabei zu beachten? So müssen Filmstudios heute ihre CO2-Bilanz offenlegen und Themen wie Geschlechtergerechtigkeit, sexuelle Belästigung und Rassismus in ihre Arbeit einbinden. Diese und andere Herausforderungen des modernen Alltags wurden im Vortrag des Filmexperten behandelt, welcher in englischer Sprache unter dem folgenden Link zu finden ist: https://drive.google.com/file/d/1TdCS74byBZFlicAnF065rFoOErNfiUp1/view?usp=sharing

Zur Information: Carl Schoenfeld verfügt über eine mehr als 30-jährige Erfahrung in der Filmindustrie und im Fernsehen. Seine Projekte für BBC, Channel 4 / Film 4 und BFI zeichnen sich durch den Einsatz neuer Technologien aus, haben innovative Arbeitsprozesse angestoßen und verdienten Talenten den Startpunkt einer internationalen Karriere ermöglicht. Carl hat Ben Whishaw produziert, den Star des Films „My Brother Tom“, mit dem Regisseur Edgar Reitz die Serie „Heimat III“ realisiert, eine Serie an Filmen für „Tall Stories“ umgesetzt und eine Sub-Kategorie für „Raindance“ erschaffen: „Raindance Rawtalent“. Auch produzierte er Simon Rumleys Film „The Living and the Dead“. Als Spezialist mit enormer Erfahrung in der Filmbranche wird er regelmäßig zu Auftritten auf Festivals, an Filmschulen und Lehranstalten eingeladen, ebenso zu gemeinsamen Produktionen in Europa, Asien und der Karibik. Er ist BAFTA-Mitglied mit Stimmrecht, beratender Produzent des Schweizer Filmproduktions-Startups „Largo.ai“ und Gründer von „ScreenTalk“ in Oxfordshire. Außerdem unterrichtet Carl Drehbuch am British Film Institute und an der Universität Oxford, wo er an der Spitze der kreativen Community von Künstler*innen und Forschenden steht. Studentische Arbeiten wurden auf BBC, Netflix und auf den Leinwänden von Kinos in Großbritannien, den USA, Russland und Deutschland gezeigt, ebenso auf einer Vielzahl internationaler Filmfestivals, darunter in Cannes und Berlin.

Dagstarfilm ist eine unabhängige Filmproduktion in Köln und produziert qualitativ hochwertige Kinofilme mit Fokus auf internationale Koproduktionen und junges deutsches sowie europäisches Kino – sowohl fiktional als auch dokumentarisch. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Entwicklung und Produktion von Family Entertainment Formaten, sowohl im fiktionalen als auch im crossmedialen Bereich. Dabei kommen Produzentin Dagmar Niehage Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit den USA, Kanada, Norwegen, Frankreich, Israel, Dänemark, UK, Litauen sowie Italien zu Gute.

 

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