Konzert «Made in Germany – Eegeru Connect»

Ensemble Garage (Köln) Foto: ©Alessandro De Matteis

Do, 10.10.2019 -
Fr, 11.10.2019

Almaty

Das Goethe-Institut Kasachstan feiert dieses Jahr sein 25jähriges Jubiläum! Aus diesem Anlass laden wir Sie zum Festival für zeitgenössische Musik ein! Es ist als Plattform für neue Ideen, Werke und Konzepte gedacht. Headliner des Festivals sind das Almatyer Ensemble für zeitgenössische Musik Eegeru und das Kölner Ensemble für Neue Musik 

Eegeru

2015 von einer Gruppe Gleichgesinnter gegründet, ist Eegeru das einzige Ensemble für zeitgenössische Musik in Kasachstan.
Zu seinen festen Mitgliedern gehören die folgenden acht Musikerinnen und Musiker: Valentina Karatayeva (Geige), Alexander Thay (Geige), Pavel Tarasevich (Alt), Nurzhan Zhusip (Violoncello), Damir Burkitbayev (Klarinette), Zuhra Zeyngalieva (Flöte), Sabina Atageldiyeva (Klavier) und Togzhan Karatai (Kobys). Abhängig vom Repertoire wird die Gruppe zeitweilig durch die besten Musikerinnen und Musiker Kasachstans ergänzt. Künstlerischer Leiter ist der Komponist Sanzhar Bayterekov, Direktorin des Ensembles die allseits bekannte und engagierte Musikwissenschaftlerin Raushan Dzhumaniyazova. Eegeru kann auf erfolgreiche internationale Projekte und Auftritte auf großen internationalen und nationalen Bühnen zurückblicken, etwa im Meyerhold-Zentrum (Moskau), im Großen Saal des kirgisischen Konservatoriums (Bischkek), im Zentrum für moderne Kultur „Tselinniy“ und im Theater „ARTiШОК“.
2016 wirkte Eegeru an der Inszenierung des pop-mechanischen Schauspiels Medea.Material mit, für das Sanzhar Bayterekov die Musik komponiert hatte. Im Mai 2019 beteiligte sich das Ensemble an der Inszenierung der Kammeroper Er-Tostsik, einem gemeinsamen Projekt des russischen Komponisten Alexander Manotskov und des Theaters "ARTiШОК". 2017 und 2019 nahm das Ensemble am internationalen Festival für moderne Musik Nauryz XXI teil. In den vier Jahren seit Gründung des Ensembles interpretierten die Musikerinnen und Musiker rund 80 Werke kasachischer und internationaler Künstlerinnen und Künstler.

 
Ensemble Garage
 
Ensemble Garage wurde Anfang 2009 von der Komponistin Brigitta Muntendorf als Plattform für Musiker, Komponisten und andere Künstler entwickelt, um neue Ideen, Werke und Konzepte zur Aufführung zu bringen. Diesem einzigartigen Ensemble gehören zehn Musikerinnen und Musiker aus fünf Ländern an: Nils Kohler (Klarinette), Frank Riedel (Saxofon), Till Künkler (Posaune), Malgorzata Walentynowicz (Klavier), Yuka Ota (Schlagzeug), Sabine Akiko Ahrendt (Geige), Annegret Mayer-Lindenberg (Geige), Eva Bösch (Violoncello), Mariano Chiacchiarini (Dirigent) und Brigitta Muntendorf (Leiterin, Komponstin). Jedem Konzert von Ensemble Garage liegt ein einzigartiges Konzept zugrunde. Die Konzerte stellen sogenannte „Performance“-Vorstellungen unter Einbeziehung transmedialer und musiktheatralischer Elemente dar. Das Gründungskonzert von Ensemble Garage fand 2009 im Rahmen des Festivals ON-Netzwerk für Neue Musik Köln statt. Gegenwärtig gibt das Ensemble erfolgreich Konzert auf der ganzen Welt. Sein Repertoire besteht aus Werken junger europäischer Komponisten/innen. Die musikalischen Interpretationen von Ensemble Garage sind regelmäßig in Programmen der Radiosender „Hessischer Rundfunk“ und „Deutschlandfunk“ zu hören. Das Ensemble beteiligte sich an internationalen Festivals moderner Musik wie den Donaueschinger Musiktagen, dem Tonlagenfestival Hellerau, dem aXes Festival Kraków, dem Acht Brücken Festival Cologne, dem InFront Festival Aachen und vielen anderen.
Ensemble Garage wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen.
 
 
Brigitta Muntendorf
 
Brigitta Muntendorf ist die Gründerin von Ensemble Garage, eine deutsch-österreichische Komponistin, die ihre Musik an der Schnittstelle verschiedener Kunstformen und Ausdrucksmitteln kreiert. Die Absolventin der Hochschule für Künste Bremen und der Hochschule für Musik und Tanz Köln ist die Urheberin einiger experimenteller Inszenierungen. Dazu gehören auch die Social Media Opera iScreen, YouScream!, deren Uraufführung 2017 auf dem ECLAT Festival in Stuttgart zu sehen war. 2016 präsentierte Brigitta Muntendorf gemeinsam mit der Choreographin Stephanie Thiersch im Auftrag der Kölner Philharmonie das Projekt „City Dances of Anna Halprin“.
Brigitta Muntendorf beteiligte sich an führenden Festivals zeitgenössischer Musik, darunter Festival d’Automne (Paris), Festival Musica (Strasburg), Gaudeamus Muziekweek (Utrecht), Warsaw Autumn (Warschau), Klang Festival (Kopenhagen) und Wien Modern (Wien). Seit 2013 ist sie die Kuratorin des Projekts Frau Musica (nova) für den Deutschlandfunk Köln.
Brigitta Muntendorf erhielt verschiedene Arbeitsstipendien, unter anderem Cité Internationale des Arts (Paris), Ensemble Modern Akademie, Villa Concordia (Bamberg) und Villa Kamogawa (Kyoto). 2014 wurde ihr für ihre CD It May Be All An Illusion der Förderpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung verliehen, 2017 erhielt sie den Deutschen Musikautorenpreis von der GEMA in der Sparte „Nachwuchs“. Seit 2017 unterrichtet sie mit einer Vertretungsprofessur an der Hochschule für Musik und Tanz Köln.
 
Sergej Newski
 

Der bekannte russische Komponist lebt und arbeitet in Berlin. Er ist Absolvent der Universität der Künste Berlin mit internationalen Lehraufträgen im Fach Komposition in Darmstadt, Kiew und Viitasaari. Er ist Kurator im Bereich Musik für das Projekt Platforma im Zentrum für moderne Kunst Winzavod (2011–2012), das Festivals Trudnosti perevoda (dt.: Übersetzungsschwierigkeiten) (2011–2014) und die musikalische Ausstellung Underground und Improvisation, alternative Musik und Kunst in Osteuropa 1968–1994 in der Akademie der Künste Berlin (2018). 2012 wurde seiner Kammeroper Francis im Bolschoi-Theater uraufgeführt.
Seit 1994 wird die Musik von Sergej Newski auf internationalen Festivals gespielt, darunter in Donaueschingen, Berlin (Berliner Festwochen, UltraSchall, Maerzmusik), Wien (Wien Modern), München (Musica Viva), Amsterdam (Gaudeamus), Zürich, Madrid, Moskau(Territoriya, Drugoe prostranstvo, Moskovskiy forum) und Sankt Petersburg (Pifiyskie igry). Der Komponist arbeitete immer wieder mit den Ensembles Neue Vocalsolisten Stuttgart, Еnsemble Recherche, Moscow Contemporary Music Ensemble, Ensemble Mosaik und den Musikern Teodor Currentzis, Philipp Tschischewski, Titus Engel, Enno Poppe, Natalia Pschenitschnikova, Jakob Diehl und anderen zusammen. Sergej Newski inszenierte erfolgreich eine Reihe von Theaterprojekten am Tschechow-Kunsttheater Moskau und am Theater der Nationen und arbeitete unter anderem mit den Regisseuren Kirill Serebrennikow und Marat Gazalov zusammen. Er gewann den 1. Preis beim Kompositionswettbewerb der Landeshauptstadt Stuttgart (2006), den Kunstpreis Berlin (2014) und den Sonderpreis der Jury beim Festival Goldene Maske 2014. Im Rahmen des Festivals Made in Germany – Eegeru Connect wird Sergej Newski einen Vortrag zum Thema „Der Künstler als Abenteurer: Komponist, Werk und Form im wechselnden Kontext“ halten. 
 

Festival-Programm:

10. Oktober 2019, 15:00 – Vorlesung von Sergej Newski 
                                            (Raum Atrium, EG)
10. Oktober 2019, 19:00 – Konzert des Ensembles Eegeru 
                                            (Raum Event Space, 4. OG)
11. Oktober 2019, 15:00 – Vorstellung von Brigitta Muntendorf 
                                            (Raum Atrium, EG)
11. Oktober 2019, 19:00 – Konzert des Ensembles Garage
                                            (Raum Event Space, 4. OG)
12. Oktober 2019, 19:00 – Geschlossene Veranstaltung 
                                            (Raum Event Space, 4. OG )

 
 

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