IDO 2016 IDO 2016 - Gewinner nominiert

Empfang IDO
Foto: Nabil Ismail

Schon morgens um 9.00 Uhr fanden sich die ersten Teilnehmer aufgeregt im Goethe-Institut in Beirut ein. „Auf keinen Fall wollten wir zu spät kommen!“ so Asmaa aus Wadi Khalid. Einen solches Ereignis wie die IDO wollte keiner der 30 besten Deutschschüler des Landes verpassen. Doch dann wurde es um 10.00 Uhr ernst: die Sieger aus der Vorauswahl an insgesamt 10 Schulen absolvierten einen anspruchsvollen Test zum Nachweis ihrer schriftlichen Sprachbeherrschung.

Unter Anleitung des Theaterpädagogen Raja Tawil schloss die mündliche Prüfung in Form einer kreativen Aufgabe an. Die Teilnehmer konzipierten eine Theatersequenz zu den Themenkreisen Schule, Freude und Familie auf Deutsch und studierten diese ein. „Superkreativ - ich wusste gar nicht, dass ich auf Deutsch so etwas kann“, Mohamad war begeistert. Doch das war noch lange nicht alles.

Während die Jury bestehend aus Theaterleuten, Journalisten und Deutschlehrern noch über den Bewertungen brütete, sprühten alle Teilnehmer zusammen mit dem bekannten Graffiti-Künstler Alfred Badr ihr IDO-tag in Form eines Goethe-Porträts vor dem Institut.

Die feierliche Nominierung der beiden Sieger wurde vom Generaldirektor des Erziehungsministeriums Fadi Yarak, dem deutschen Kulturattaché Peter Hofmann und dem Institutsleiter des Goethe-Instituts Mani Pournaghi unter großem Applaus vorgenommen. Clotilde Herrou vertritt den Libanon im Juli in der Anfängerkategorie A2 und Georges Mattar in der Fortgeschrittenenkategorie B2! Die Gewinner der nationalen libanesischen Auswahlrunde werden die Republik Libanon vom 17.-30.7.2016 in Berlin repräsentieren.

Vorrunden in den Schulen per Online-Test

Im Herbst 2015 rief das Goethe-Institut Libanon erstmals zur Beteiligung aller Schulen des Landes an der IDO auf. In den gemeldeten Schulen wurde im Februar 2016 ein einwöchiger Online-Test durchgeführt, in dem die Schüler nachweisen mussten, dass Sie Deutsch sprechen und schreiben konnten - auch landeskundliche Fragen mussten bearbeitet werden. Nur diejenigen Schüler, die jeden Tag hartnäckig dran blieben und wirkliches Engagement bewiesen, konnten alle Aufgaben in der vorgeschriebenen Zeit richtig lösen.

Insgesamt nehmen sechs libanesische Schulen aus allen Landesteilen an der IDO teil; Schulen, in denen seit mindestens 5 Jahren Deutsch unterrichtet wird, so dass das vorgeschriebene Mindestniveau erreicht wurde. Das Grand Lycée Franco-Libanais und die Deutsche Schule Jounieh, die vom Goethe-Institut betreuten Schulen der Partner-Schul-Initiative des Auswärtigen Amtes Jamil Rawas aus Beirut, die Sekundarschule Dhour Choueir und die Hikmat Sabbagh Sekundarschule aus Saida genauso wie die Märtyrer Walid Eido Sekundarschule.

Die Internationale Deutscholympiade ist der weltweit größte Wettbewerb der deutschen Sprache. Er findet alle 2 Jahre in Deutschland statt. Die Olympiade hat das Ziel, junge Menschen im Ausland für die deutsche Sprache zu begeistern und ihnen die Türen zur deutschen Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft zu öffnen sowie die sie begleitenden Lehrerinnen und Lehrer zu einem internationalen Erfahrungsaustausch zu Fragen der Bildung und Erziehung junger Menschen anzuregen.

Sie wird seit 2008 alle zwei Jahre in Deutschland vom Goethe-Institut und dem Internationalen Deutschlehrerverband veranstaltet. Weltweit sind 12,8 Millionen Schülerinnen und Schüler mit Deutschunterricht an den Schulen dazu eingeladen, an dem Wettbewerb teilzunehmen.

2016 bringt die IDO jugendliche Deutschlerner aus 68 Ländern für zwei Wochen zusammen und erwartet in Berlin 136 jugendliche Deutschschülerinnen und -schüler sowie ihre 68 Begleitlehrerinnen und Begleitlehrer aus den Herkunftsländern.

Begleitet wird die Olympiade von Vertretern aus Bildung, Politik und Wirtschaft. Die Initiatoren der IDO sind der Internationale Deutschlehrerverband und das Goethe-Institut. Gefördert wird die IDO vom Auswärtigen Amt und wird im Ausland unterstützt von der Deutschen Botschaft, den nationalen Bildungsbehörden und allen Schulen mit Deutschunterricht in der Sekundarstufe.