Strings of Hope 2022 Mentorship-Program

Strings of Hope 2022
© Les Musicales de Baabdath

Wir freuen uns, die zweite Ausgabe des The Strings of Hope Mentorship-Program ankündigen zu können. Ein Kooperationsprojekt zwischen dem Goethe-Institut Libanon, Les Musicales de Baabdath, The Lebanese National Higher Conservatory of Music und vier Mitglieder*innen des Deutschen Symphonieorchesters (DSO): Adele Bitter (Cellistin), Elena Rindler (Geigerin), Susanne Lerche Linder (Bratschistin) und Holger Groschopp (Pianist).

Durch das Programm sollen Studierende des Lebanese National Higher Conservatory of Music in die Kunst und die Techniken der europäischen und deutschen Kammermusik eingeführt werden, um ihre Fähigkeiten bei der Aufführung eines breit gefächerten Repertoires in verschiedenen kleineren Formationen zu festigen.

Die vom Goethe-Institut Libanon und seinen Partnern als nachhaltiges Jahresprogramm konzipiert, die Ausgabe 2022 des Projekts umfasst neben zwei neuen Mitgliedern auch Studierende der vorherigen Ausgabe.
 
Während des ersten Programmteils werden die libanesischen Studierenden von den deutschen Mentoren durch ein gemeinsam ausgewähltes Repertoire über einen Zeitraum von 3 Monaten (September-November) geführt. Die Mentoring-Sessions werden von den vier DSO-Musikern online aus Berlin durchgeführt.
 
Der zweite Teil des Programms besteht aus einem einwöchigen intensiven Workshop und Bühnenauftritten, die den Studierenden persönlich in den Räumlichkeiten des Lebanese National Conservatory of Music in Beirut vermittelt werden, wobei das Goethe-Institut Libanon die deutschen Mentoren für einen einwöchiger Aufenthalt im Libanon vom 7. bis 13. November einlädt.
 
Am Samstag, den 12. November präsentieren die studentischen Musiker das Ergebnis ihrer Arbeit mit den deutschen Mentoren in einem Kammermusikkonzert im Rahmen des Festivals Les Musicales de Baabdath. Dem Auftritt der Student geht am 8. November ein Konzert der Mentoren ebenfalls im Rahmen des Festivals voraus.

Der Eintritt zu den Aufführungen ist frei.
Programm Les Musicales de Baabdath
 
Die Studenten*innen:
Klavier: Emmanuel Sebaali, Wiaam Haddad
Bratsche: Sarah Mallah
Violine: Rita Asdiguian, Ramzi Kandalaft, Marwa Eid, Jad Mrad
Violoncello: Mustapha Shahili

 
Über die Mentoren*innen, die alle Mitglieder*innen des Deutschen Symphonie Orchesters sind:

Adele Bitter - Cello:
Fr. Bitter hat an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main studiert. Sie bestand ihr Konzertexamen mit Auszeichnung von Josef Schwab an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.
Sie absolvierte zusätzliche Studien unter Lee Fiser (LaSalle Quartet) in Cincinnati / USA und wurde mit dem Diplom des Internationalen Instrumentalwettbewerbs Markneukirchen ausgezeichnet. Als Mitglied des ›Ensemble Modern‹ arbeitete sie unter anderem auf den namhaften Festivals in Edinburgh und Luzern.
Sie war zudem Mitglied der Orchesterakademie der Staatsoper Unter den Linden und des Gustav Mahler Jugendorchesters. Seit 2001 ist Adele Bitter Vorspielerin im Deutschen Symphonie Orchester Berlin. Sie spielte Solokonzerte mit den Berliner Symphonikern, dem Orchester des Staatstheaters Mainz und der Badischen Staatskapelle Karlsruhe.
Adele Bitter engagiert sich im Bereich der Alten Musik als Continuospezialistin unter anderem mit Ton Koopman. Sie hat kürzlich ihr Zusatzstudium im Fach Historische Aufführungspraxis absolviert / Barockvioloncello an der Schola Cantorum Basiliensis bei Christophe Coin. Sie gründete das Adamello Quartett mit Mitgliedern des Deutschen Symphonie Orchesters Berlin als Ausdruck ihrer Liebe zur Kammermusik.

Elena Rindler - Violine:
Fr. Rindler erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von sechs Jahren. Später studierte sie in Lübeck; ihre Lehrer*innen waren Elisabeth Weber, Ning Feng und Hagai Shaham. Über die Jahre hat sie Stipendien von der Oscar und Vera Ritter-Stiftung und der Possehl-Stiftung Lübeck erhalten. In der Saison 2013 | 2014 wurde Elena Rindler durch die Ferenc-Fricsay-Academie des DSO gefördert; darüber hinaus sammelte sie weitere Orchestererfahrungen als Mitglied der Jungen Deutschen Philharmonie und als Aushilfe der Hamburger Camerata. Sie nahm an Meisterkursen teil, darunter bei Thomas Brandis, Nora Chastain, Stephan Picard, Latica Honda-Rosenberg und Donald Weilerstein. Kammermusikalische Tätigkeiten führten sie zudem zu Festivals wie dem Brahms Festival Lübeck, Young Euro Classic und dem Heidelberger Frühling.

Susanne Lerche Linder - Bratsche:
Fr. Linder studierte Musik in Freiburg und Saarbrücken und hatte als Hauptfach Bratsche. Die Körperarbeit war ein ständiger Begleiter während ihres Studiums. 2004 war sie Mitglied des Mahler Chamber Orchestra und entschied, ihrer Faszination für Feldenkrais zu folgen, um eine Ausbildung als Feldenkrais Lehrerin in München zu beginnen. Ihre Lehrer*innen waren Miriam Pfeffer und Russell Delman, die beide bei Moshé Feldenkrais gelernt und eng mit ihm zusammengearbeitet hatten.
Seit 2008 gibt sie ihre Erfahrung an andere Menschen in Kursen und im Einzelunterricht weiter.
Sie hat zudem einen Lehrauftrag für Bratsche an der Musikschule City West mit Schwerpunkt auf bewegungsbasiertem Lernen.
 
Holger Groschopp - Klavier:
Hr. Groschopp erhielt seine Klavierausbildung in Berlin bei Georg Sava. Ergänzend studierte er Komposition bei Isang Yun und Liedinterpretation bei Aribert Reimann und Dietrich Fischer-Dieskau. Seine umfangreiche Solokarriere führte ihn in die meisten europäischen Länder, nach Nah- und Fernost sowie Nord- und Mittelamerika.
Holger Groschopp trat als Solist bei großen europäischen Festivals auf (Berlin, Salzburg, Montepulciano usw.) und spielte Kammermusik mit vielen namhaften Musikern. Er gilt als Experte für zeitgenössische Musik und arbeitete intensiv mit Komponisten wie Isang Yun, Pierre Boulez, Aribert Reimann, Hans Werner Henze, Heinz Holliger und anderen zusammen. Eine enge Zusammenarbeit pflegte er auch mit Claudio Abbado, Sir Simon Rattle, den Berliner Philharmonikern, dem DSO Berlin und dem Mahler Chamber Orchestra. Seine sechs beim Label Capriccio erschienenen CDs mit Transkriptionen von Ferruccio Busoni erreichten hohe Anerkennung bei der internationalen Fachkritik, darunter höchste Bewertungen im BBC Music Magazine und in der amerikanischen Zeitschrift Fanfare.