Faust
Deutsche Filmwoche 2018

21.09.2018 | 20.00 Uhr
Metropolis Empire Sofil – Ashrafieh, Beirut


Der Gelehrte Heinrich Faust versucht dem Geheimnis des Lebens auf den Grund zu kommen. Nebenbei verliebt sich der Gelehrte in die junge Wäscherin Margarete. Faustunterschreibt einen sittenlosen Vertrag mit dem teuflischen Pfandleiher, damit er zum Tausch gegen seine eigene Seele eine Nacht mit Margarete verbringen kann…

Szene "Faust" Faust | © Films Boutique  

Über den Regisseur

Alexander Sokurov (geb. 1951) zählt zu den bedeutendsten russischen Regisseuren und Drehbuchautoren der Gegenwart. 1978 machte er seinen Abschluss an der VGIK, Moskau, in der damaligen Sowjetunion. In seinen frühen Jahren produzierte er zahlreiche Dokumentarfilme, darunter ein Interview mit Alexander Solschenizyn. Sein erster Spielfilm „Die einsame Stimme des Menschen“ (1978) wurde aus politischen Gründen bis 1987 von den Behörden verboten. Der 1987 produzierte Film „Gramvolle Gefühllosigkeit“ (frei adaptiert nach B. Shaws Haus Herzenstod) wurde bei den 37. Internationalen Berliner Filmfestspielen für den Goldenen Bären nominiert und fand großen Anklang bei der Kritik. Er machte weiterhin sehr persönliche, künstlerische Filme, die ihm zunächst in Russland, später dann auf der ganzen Welt, den Beifall der Arthouse-Fans einbrachten. Mit Plots, die häufig nicht zu stark auf Ästhetik und beeindruckende Bilder abzielen, sind seine Filme für ein philosophisches Herangehen an Geschichte und Natur bekannt. Außerdem ist es Sokurovs Markenzeichen, Laiendarsteller anstelle von professionellen Schauspielern in seinen Filmen auftreten zu lassen. Sokurov hat insgesamt über 30 Preise bei den größten internationalen Filmfestivals gewonnen, darunter den Bronzenen Leoparden in Locarno für die bereits erwähnte Produktion „Die einsame Stimme des Menschen“ (1987), den IFC Vision Award beim Toronto International Film Festival für „Russian Ark - Eine einzigartige Zeitreise durch die Eremitage“ (2002), den Special Award for Lifetime Achievements beim Sao Paulo International Film Festival (2002) und den FIPRESCI Award beim Filmfestival von Cannes für den Film „Vater und Sohn“ (2003). Der dritte Teil der Trilogie über die Psychologie der Macht, „Die Sonne“ (mit Moloch und Taurus), stand bei der Berlinale im Wettbewerb, das „Kriegsdrama Aleksandra“ lief 2007 im Wettbewerb des Filmfestivals in Cannes. 2011 wurde „Faust“ beim Filmfestival von Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.