Gundermann
Deutsche Filmwoche 2019

19.09.2019 | 20.00 Uhr
Metropolis Empire Sofil – Ashrafieh, Beirut
 

In Anwesenheit der Drehbuchautorin und des Cutters

Synopsis

Filmbiografie über das bewegte Leben des DDR-Liedermachers Gerhard Gundermann (1955-1998). Tagsüber arbeitet er als Baggerfahrer im Braunkohletagebau in der Lausitz. Doch abends nach der Schicht steigt er als Sänger auf die Bühne und bewegt die Menschen mit seiner Musik. Er thematisiert Dinge wie Leben, Tod und Sterben, greift aber auch politische und sozialkritische Themen auf. Durch seine sehr persönlich und authentisch wirkenden Lieder avanciert er in den 1980er Jahren zu einem Idol vieler Menschen in der DDR. Zugleich gerät er immer wieder mit der Obrigkeit in Konflikt. Auch nach dem Ende der DDR büßt Gundermann nicht an Popularität ein, im Gegenteil: Seine Fangemeinde wird immer größer. Sogar als sich im Jahr 1995 herausstellt, dass Gundermann als Stasi-Spitzel tätig war, ändert das kaum etwas an seinem Erfolg – wobei er trotz seines guten Einkommens als Musiker auch weiterhin jeden Tag als Baggerfahrer im Braunkohlebergbau arbeitet. 1998 stirbt Gerhard Gundermann an einem Gehirnschlag.

Szene "Gundermann" Gundermann | © Peter Hartwig / Pandora Film

Über den Regisseur

Andreas Dresen wurde am 16. August 1963 in Gera geboren. Aufgewachsen in Schwerin, drehte er seit Ende der 70er Jahre eigene Amateurfilme. Nach dem Abitur 1982 arbeitete er als Tontechniker am Schweriner Theater und absolvierte ein Volontariat im DEFA Studio für Spielfilme, wo er auch als Regieassistent bei seinem späteren Mentor Günter Reisch arbeitete. Dresen studierte von 1986 bis 1991 Regie an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg. Seit 1992 arbeitet er als freier Autor und Regisseur.

Quelle: filmportal.de