Willkommen bei den Hartmanns
Deutsche Filmwoche 2018

15.09.2018 | 20.00 Uhr
Metropolis Empire Sofil – Ashrafieh, Beirut


Im Haus der Familie Hartmann ist mächtig was los: Es beginnt damit, dass Mutter Angelika nach dem Besuch eines Flüchtlingsheims beschlossen hat, den afrikanischen Asylbewerber Diallo aufzunehmen, sehr zum Unmut ihres Mannes Richard. Natürlich bringt die Ankunft des Gastes manche Turbulenzen und Missverständnisse mit sich. Wenig später taucht auch noch Tochter Sophie wieder zuhause auf – die ziellose Dauerstudentin befindet sich auf der Flucht vor einem manischen Verehrer. Damit nicht genug, quartiert sich auch der nervlich angeschlagene Sohn Philip mit seinem Sohn Basti bei den Eltern ein. Konflikte bleiben bei dieser illustren Versammlung unterschiedlichster Charaktere nicht aus. Bald geraten Ehe- und Haussegen bei den Hartmanns in eine bedenkliche Schieflage.

 Quelle: filmportal.de

  • Szene „Willkommen bei den Hartmanns“ © 2016 Warner Bros. Ent.
    Willkommen bei den Hartmanns
  • Szene 2 „Wilkommen bei den Hartmanns“ © 2016 Warner Bros. Ent.
    Wilkommen bei den Hartmanns
 

Über den Regisseur

Simon Verhoeven wurde am 20. Juni 1972 in München geboren. Nach dem Abitur 1991 ging der junge Verhoeven in die USA und begann am Lee Strasberg Theatre Institute in New York eine Schauspielausbildung, die er jedoch nach einem Jahr abbrach. Am Berklee College of Music in Boston studierte er dann Jazzkomposition und Filmmusik. Aus dieser Zeit stammen auch seine kompositorischen Arbeiten für den Film seines Vaters "Mutters Courage".

Verhoeven wurde an der Tisch School of Arts der New York University aufgenommen. Ein Jahr nach seinem Abschluss des Filmregie-Studiums im Jahr 1999, schrieb und drehte er seinen ersten Spielfilm "100 Pro", zu dem er auch die Filmmusik produzierte. Der Film erhielt eine Nominierung für den Förderpreis Deutscher Film. 2003 verkörperte Verhoeven, der in seiner Jugend auch ein vielversprechender Fußballspieler war, den Nationalspieler Ottmar Walter in Sönke Wortmanns "Das Wunder von Bern". In den folgenden Jahren war er weiterhin als Schauspieler u.a. in Doris Dörries "Der Fischer und seine Frau", Peter Gersinas "Mädchen, Mädchen 2 – Loft oder Liebe" sowie in verschiedenen TV-Produktionen zu sehen. Im Jahr 2008 drehte Roland Suso Richter mit Verhoeven in der Rolle des Jürgen Vietor den TV-Film "Mogadischu" über die Flugzeugentführung der "Landshut" 1977, der zwei goldene Kameras und den Deutschen Fernsehpreis 2009 gewann.

Mit dem Kinofilm "Männerherzen" nach seinem eigenen Drehbuch wurde Verhoeven schließlich auch wieder als Regisseur aktiv. Die Komödie wurde mit über zwei Millionen Zuschauern ein großer deutscher Kinohit, das Drehbuch wurde mit dem Bayerischen Filmpreis 2009 ausgezeichnet. Ein Jahr später drehte Verhoeven die Fortsetzung "Männerherzen ... und die ganz, ganz große Liebe", die im Herbst 2011 in die Kinos kam und ebenfalls sehr erfolgreich war. Beim Bayerischen Filmpreis erhielt die Komödie den Publikumspreis.

In den Jahren danach betätigte Simon Verhoeven sich mit großem Erfolg als Werberegisseur. So inszenierte er Spots unter anderem für die Lufthansa, Nutella und die Telekom; besondere Popularität erlangte sein Werbespot für den Musikstreaming-Dienst Beats Electronic, der im Stil eines Videoclips den Wechsel von Bastian Schweinsteiger vom FC Bayern München zu Manchester United thematisierte.

 Im Januar 2016 startete schließlich ein weiterer Langfilm von Simon Verhoeven in den Kinos: Der Thriller "Unfriend".

 Quelle: filmportal.de