Auf der anderen Seite
Deutsche Filmwoche 2018

23.09.2018 | 20.00 Uhr
Metropolis Empire Sofil – Ashrafieh, Beirut 


Fatih Akins Ensemblefilm erzählt von einer Reihe von Menschen aus Deutschland und der Türkei, die sich nicht kennen, deren Lebenswege sich jedoch schicksalhaft kreuzen. Da wäre zum Beispiel Charlotte, Ende 20, die sich in die gleichaltrige Ayten Öztürk verliebt, eine politische Aktivistin, die sich illegal in Deutschland aufhält. Charlottes Mutter Susanne aber, eine vereinsamte Alt-68erin, hat andere Pläne für ihre Tochter. Dann wäre da noch Nejat Aksu. Er ist Anfang 40 und Deutschlands erster und einziger türkischstämmiger Germanistik-Professor. Eines Tages überredet dessen Vater Ali die Türkin Yeter, die sich in Deutschland prostituiert, um ihrer in Istanbul geglaubten Tochter Ayten das Studium zu finanzieren, bei ihm einzuziehen. Als Yeter plötzliche stirbt, macht sich Nejat auf den Weg in die Türkei, um Ayten zu suchen. Unterdessen wird Ayten aufgegriffen und in die Türkei zurück geschickt. So macht sich auch Charlotte auf die Suche.

Quelle: filmportal.de

 


Szene "Auf der anderen Seite“ Auf der anderen Seite | © 2007 Corazón International. All Rights Reserved

Über den Regisseur

Fatih Akin wurde 1973 als Sohn türkischer Einwanderer in Hamburg-Altona geboren. 1998 debütierte Akin als Spielfilmregisseur mit "Kurz und schmerzlos", einer Geschichte aus dem Migrantenmilieu in Hamburg-Altona. Akin charakterisierte seine unterschiedlichen Hauptcharaktere durch verschiedene Kamerastile und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Filmpreis als "Bester Nachwuchsregisseur".

2004 gründete Akin gemeinsam mit Andreas Thiel und Klaus Maeck die Filmproduktionsfirma "Corazón International". Im selben Jahr realisierte er mit dem Spielfilm "Gegen die Wand" ein kompromissloses Drama, das zahlreiche Preise, darunter den "Goldenen Bären" der Berlinale, fünf Deutsche Filmpreise, darunter für die beste Regie sowie den Europäischen Filmpreis "Felix" gewann. Für seinen Film "Auf der anderen Seite", einer Geschichte "zwischen Orient und Okzident", wurde Akin bei den Filmfestspielen von Cannes von der Jury mit dem Preis für das beste Drehbuch ausgezeichnet. Im April 2008 wurde er für seine Leistung mit zwei Deutschen Filmpreisen geehrt: für die beste Regie und das beste Drehbuch. "Auf der anderen Seite" wurde zudem für den besten Schnitt (Andrew Bird), sowie als bester Film des Jahres ausgezeichnet.

Auch seine darauf folgenden Filme „Soul Kitchen“ (2009) und „Müll im Garten Eden“ (2012) waren große Erfolge.

„The Cut“, der dritte und letzte Teil seiner Liebe, Tod und Teufel-Trilogie wurde in den Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele Venedig 2014 eingeladen.

Während der Filmfestspiele in Cannes 2016 wurde Akins nächster Film „Aus dem Nichts“ angekündigt. Der Thriller wurde im Mai 2017 im Rahmen des 70. Filmfestivals von Cannes uraufgeführt, wo er um die Goldene Palme konkurrierte und gewann den Golden Globe für den besten ausländischen Film.

Quelle: filmportal.de