Language Is Migrant ©Mooniak

Language is Migrant


Den Ausgangspunkt zu Colomboscope 2021 liefert die lyrische Provokation der chilenischen Dichterin und Künstlerin Cecilia Vicuña 'Language is Migrant':

Language is migrant. Words move from language to language, from culture to culture, from mouth to mouth. Our bodies are migrants, cells and bacteria are migrants too. Even galaxies migrate.

Im Sinne des Gedichts 'Language is Migrant' macht sich Colomboscope 2021 auf die Reise, unsere planetarische Existenz zwischen Mobilität und Immobilität zu erforschen. Die Sprachen, die wir sprechen, lernen, anpassen und vergessen, bringen die historischen Ideen von Zugehörigkeit und Identität ins Wanken. So wird Zugehörigkeit zu etwas hybriden, für immer unfertigem und veränderbaren, zu einem Konzept, das sich nicht singulären Geographien zuordnen lässt. In Zeiten sozialer Entfremdung und waffenfähiger Sprache, sehnen wir uns nach einem Lexikon, das die logische Reproduktion von Sprache und Leben zulässt. Es sind die zeitgenössischen Künste, die die Weichen für dauerhaftes Verstehen, tieferes Zuhören und Kommunikation über große Entfernungen und gleichermaßen nächster Nähe stellen.  

In Auftrag gegebene künstlerische, aus lokalen Kontexten entstandene Arbeiten, zusammen mit Residenzen für Künstler*innen aus verschiedenen Geographien und Open Studios, die im Jahr 2020 in verschiedenen Regionen Sri Lankas stattfinden werden, bilden das Fundament für die kommende Festival Edition, die vom 21. bis 31. Januar 2021 an verschiedenen Veranstaltungsorten in Colombo stattfinden wird.