Bild der Colombo Dance Platform 2016 (c) Malaka Mp

Tanzarbeit in Sri Lanka

Das Goethe-Institut bietet professionellen Tänzerinnen und Tänzer sowie Studierenden, die über den Tellerrand ihres traditionellen Tanzspektrums schauen möchten, mit verschiedenen Formaten die Möglichkeit, sich auszutauschen.

 

Sri Lanka ist für traditionelle Tanzstile mit beeindruckenden Kostümen und rhythmischer Musik bekannt. Diese sind auf Jahrhunderte alte Rituale und Zeremonien zurückzuführen. Es gibt drei Hauptstile, die sich in den Körperbewegungen, den Kostümen sowie der rhythmischen Untermalung unterscheiden; Der Kandyan Dance im Hochland, der Low Country Dance mit großem Einfluss durch spirituelle Rituale sowie der Sabaragamuwa Dance aus der Umgebung um Ratnapura. Im Norden Sri Lankas hingegen wurde der Tanz primär von der südindischen tamilischen Tanzgeschichte geprägt.

2010 wurde die Colombo Dance Platform vom Goethe-Institut Sri Lanka und dem Forum für zeitgenössischen Tanz ins Leben gerufen, um zeitgenössischen Tanz in Sri Lanka zu fördern. Die alle zwei Jahre stattfindende Plattform schafft Raum für künstlerische Entfaltung, ein Forum für Diskussionen zwischen Künstler*innen mit verschiedensten Hintergründen sowie einem interessierten Publikum. Mit ein Ziel der Veranstaltung ist es, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Tanz und Choreographie darzustellen und zu reflektieren. Die Plattformen wurden von internationalen sowie sri lankanischen Akteuren aus der Tanzwelt kuratiert.

Aus der Bekanntschaft der sri lankanischen und der deutschen Tänzerinnen Venuri Perera und Lea Moro auf einer vergangenen Tanzplattform hat sich außerdem die Idee für eine deutsch-srilankanische Koproduktion entwickelt, die 2018 stattgefunden hat. 
2017 fand erstmalig ein Choreographie Camp statt, bei dem Tänzer*innen sowie Schauspieler*innen mithilfe von internationalen Mentor*innen diverse Methoden für die Konzeption von Choreographien erlernten.

Darauf aufbauend wird zwischen dem 25.11. und dem 3.12. 2018 ein Residential Dance Camp in Kalpitiya stattfinden. Mentor(inn)en aus Sri Lanka, Indien und Deutschland werden dort die Arbeiten von bis zu 10 lokalen Nachwuchschoreograph(inn)en beratend begleiten. Hierbei soll ein besonderer Fokus darauf liegen, Nachwuchschoreograph/-innen aus verschiedenen Teilen des Landes miteinzubeziehen.

Das Goethe-Institut unterstützt das Netzwerk unabhängiger Performancekünstler*innen in Sri Lanka und möchte den lokalen und internationalen Blick auf dieses Netzwerk intensivieren.