TV-Konferenz (c) Goethe-Institut New York

INPUT Brooklyn 2018 - Einreichungen Sri Lanka

Mit Freude verkünden wir, dass die TV-Produktion "Ein Haus ist kein Zuhause" des srilankischen Regisseurs Kanchane Marasinghe (Rupavahini TV) für die Fernsehkonferenz INPUT 2018 (30. April - 4. Mai) ausgewählt wurde und am 1. Mai in Brooklyn (New York, USA) gezeigt wird.

Wir bedanken uns bei allen sechs Regisseuren/-innen für die Einreichungen zur INPUT in Brooklyn 2018.

Ranga Bandaranayake hat 22 Jahre Erfahrung in der srilankischen Fernsehindustrie als TV-Regisseur und Produzent und 20 Jahre Erfahrung in der Sri Lanka Rupavahini Corporation als TV-Drama- und Programmproduzent gesammelt. Im Laufe seiner Karriere hat er 48 einzelne TV-Episoden fertiggestellt, für die er zweimal ausgezeichnet wurde (2004, 2010) und drei Fernsehserien, die in insgesamt 22 Kategorien auf vier nationalen Fernsehpreis -Festivals nominiert wurden und für die er einen Preis als bester Regisseur erhielt. Neben diesen großen Erfolgen hat Bandaranayake viele Dokumentationen, Magazinbeiträge und Live-Programme realisiert. 2013 wurde eines seiner Projekte bei Raigam TV Awards mit dem Preis für das beste Bildungsprogramm des Jahres ausgezeichnet.

LIFE WITHOUT LOVE - LOVE WITHOUT LIFE (INHALT)
Weltweit ist ein bemerkenswerter Anstieg der Suizidrate festzustellen. Sri Lanka ist einer der Spitzenreiter, wenn es um die Länder mit den meisten Selbstmorden geht. Etliche Diskussionen kreisen um das Thema, während gleichzeitig verschiedene Ansätze unternommen werden, um das Problem zu bekämpfen. Der Dokumentarfilm basiert auf einer wahren Geschichte eines ehemaligen Mitglieds des Selbstmord-Kaders der Liberation Tigers of Tamil Ealam (LTTE). Zwischen 1983 und 2009 herrschte 26 Jahre Krieg zwischen der LTTE und den Regierungstruppen in Sri Lanka. Die LTTE war eine separatistische Guerillabewegung, die ein eigenes Selbstmordkommando hatte, um wichtige politische Figuren und wichtige Schauplätze des Landes zu zerstören. Sie benutzten spezielle Bomben, die an ihren Körpern befestigt wurden und zündeten, sobald sie ihr Ziel erreicht hatten. Fast 40 Menschen haben sich im Namen ihrer Bewegung und der Befreiung ihres Volkes das Leben genommen. Diese Geschichte basiert darauf, wie und warum vor allem Jugendliche sich dem Selbstmordkommando anschlossen.
Film Direktor Ranga Bandaranayake
Filmemacher

Sandaruwan Thilakarathna kam 1996 als Drehbuchautor und ausführender Produzent zur Asia Broadcasting Corporation (Hiru TV). Er hat mehr als 50 Projekte realisiert, darunter Live-Programme, Doku-Dramen, Promo-Videos und Dokumentationen. Seine Arbeit wurde mehrfach ausgezeichnet, z.B. Bestes religiöses Programm (2015) und Special Jury Awards (2014) bei den Rupawahini State Awards und Special Jury Award (2014) bei den Raigam Tele Awards.

WHEN I AM NOT ALIVE (INHALT)
Der Film basiert auf Männern und Frauen, die sich mit HIV infiziert haben. Das Dokudrama entstand zu dem oben genannten Thema und beginnt mit dem Blick auf das Leben eines Menschen bevor er mit HIV in Kontakt kam und zeigt, was für einen Lebensstil er führte, seine mentalen, sozialen Fähigkeiten und wie man in die Falle gerät, Opfer der tödlichen Krankheit zu werden. Die Dokumentation wird von einer führenden Filmschauspielerin, Frau Chandani Seneviratne, präsentiert. Sie besuchte Orte wie Parks, Strände und Straßen, um hauptsächlich mit Frauen zu sprechen und so konnte sie der tiefen Bedeutung des Lebens der Betroffenen auf den Grund gehen.
 
Film Direktor Sandaruwan Thilakarathna
Filmemacher
Athula Peiris kam 1996 als Fernsehproduzentin und Regisseurin zu Rupavahini (National Television). Seine künstlerische Tätigkeit begann 1979 mit dem Bühnendrama. Athula hat 28 Kurz- und 5 Langspielstücke produziert. Unter seinen Stücken wurde Subha Saranagatha als bestes Stück auf dem Jugenddrama Festival (1986) ausgezeichnet. Außerdem stach die Inszenierung Pasmaha Belum (eine Adaption des deutschen Dramatikers Bertolt Brechts Measure Taken) positiv hervor. Für seine Werke erhielt er nationale und internationale Auszeichnungen, unter anderem den Preis für die beste Fernsehdramaturgie für Theggen Thegga (Gehegtes Geschenk) im Jahr 2007 und den Best Children TV Drama Award für Sindu Kiyana Unapandura (Bambuslied) im Jahr 2002. Pinkama (Meritorious Action) war nominiert für ABU PRIZES 2017 (Indonesien) und ausgewählt für das INPUT 2017 Festival Screening in Griechenland.

DEPARTURE (INHALT)
Der Film dreht sich um die Hauptfigur Shanty, eine pensionierte Lehrerin im Alter von 65 Jahren. Shanthi wurde nach dem Tod ihres Mannes einsam. Sie weigert sich, ihren verstorbenen Ehemann Nevil zu vergessen und hat das Gefühl, dass Nevil immer noch in ihrer Nähe lebt. Deshalb spricht sie mit ihm im Geiste. Sie möchte alle Eigenschaften einschließlich ihres Hauses, ihres Landbesitzes und anderem behalten und schützen. Wegen ihrer grenzenlosen Wünsche in ihrem weltlichen Dasein lebt sie unter ständigem Stress. Der unsichtbare Nevil rät ihr, alles zurückzulassen, aber dazu ist sie nicht bereit. Der Konflikt zieht sich durch das gesamte Fernsehspiel – Letztlich muss sie doch alles zurücklassen und kommt endlich zur Ruhe.
 
Film Direktor Athula Peiris
Filmemacher

Herr Santhus Liyanage ist ein bekannter und preisgekrönter TV-Produzent in Sri Lanka. Nach dem Diplom an der Universität von Colombo hat er sich 1990 mit dem Fernsehsender Rupavahini zusammengetan. Seitdem hat er hier viel geleistet, indem er einzigartige Dramen produziert hat, darunter "Kahala Nadaya", "Wishwanthara", "Dulipintharoo". Heute arbeitet er als Senior Producer im Bereich Drama. Bis jetzt hat er fast 500 Programme produziert, darunter Live-, Dokumentar-, Studio-Produktionen, nationale Festivals und Tele-Dramen. Auch wurde er international in verschiedenen Preisverleihungen geehrt und sein Drama "Wishwanthara" gehörte zu den besten sechs Dramen bei der Soul International Award Ceremony 2007. Auf nationaler Ebene erhielt er 16 Auszeichnungen für seine herausragenden Tele-Dramen. Aufgrund der verschiedenen Formate, die er verwendet, um die Monotonie in den TV-Produktionen zu brechen, konnte Santhus Liyanage den Rupavahini-Standards einen Mehrwert verleihen, während er gleichzeitig ein großes Publikum um sich versammelte.

MEET AGAIN ANOTHER DAY (INHALT)
Piyal ist fünfzig und unverheiratet. Er leidet an einer schweren Krankheit und hat nichts zu tun, um seiner Einsamkeit zu entgehen. Eines Tages denkt er daran, die Freundin wiederzufinden, die er geliebt hat, als er jung war. Er sucht ihre einstige Adresse auf und findet heraus, dass sie längst verstorben ist. Ihr Ehemann lebt noch, aber er hat gesundheitliche Schwierigkeiten. Die Tochter seiner alten Freundin erkennt Piyal, weil ihre Mutter von ihm erzählt hat. Sie ist  Künstlerin und möchte, dass Piyal zwei Tage bei ihr bleibt, weil sie ein Portrait von Piyal zeichnen möchte. Nach diesen zwei Tagen verlässt Piyal das Haus und gibt der Tochter Geld, um ihren Vater zu heilen. Piyal meint, seiner verstorbenen Jugendfreundin damit einen Gefallen zu tun.
Film Direktor Santhusa Liyanage
Filmemacher
Herr Kanchane Marasinghe ist Fernsehproduzent und Regisseur, der seit 26 Jahren für das nationale Fernsehen arbeitet. Der Reisedokumentarfilm, den er produzierte, "Seri Sara", gewann den Preis für das beste aktuelle Programm bei den State Media Awards 2006. Er hat sich auf die Produktion von TV-Programmen im Umweltbereich spezialisiert. Als TV-Produzent hat er viele aktuelle TV-Beiträge und Dokumentationen produziert, in denen er vielfältige aktuelle Themen im Land thematisiert. Nach seinem Stipendium bei DW, dem Television Training Center in Berlin, nutzte er sein Wissen für nachfolgende Programmproduktionen. Neben dem Fernsehen hat er sich auch mit Fotografie beschäftigt und mehrere Preise für seine Kreativität auf diesem Gebiet gewonnen. Er erwarb einen Masterabschluss im Bereich Medien von der Universität von Colombo. 

A HOUSE IS NOT A HOME (INHALT)
Diese Geschichte konzentriert sich auf Jayantha, der in Colombo lebt. Sein Haus und die Häuser seiner Nachbarn wurden von der Regierung genommen und für verschiedene städtische Entwicklungsprojekte genutzt, wobei sie mehr auf militärische Gewalt als auf Verhandlungen setzten. Die Familien werden gemeinsam mit anderen Gruppen in mehrgeschössigen Wohnhäusern in Colombo untergebracht. Schließlich erzeugt dieser neue Ort zahlreiche Probleme im Zusammenhang mit der Infrastruktur des Gebäudes und den verschiedenen ethnischen und kulturellen Gemeinschaften. Jayantha organisiert und leitet die Gemeinschaft an, um die Probleme mit der Regierung zu klären, während die Gemeinschaft ihrerseits eigene Lösungen verfolgt.
 
Bild des Filmemachers Kanchane Marasinghe
Filmemacher

Sandya Withanawasam erwarb 1994 ihren ersten Studeinabschluss an der Patrice Lumumba Friendship Universität in Russland und schloss 1996 ihren Master in Internationaler Kommunikation ab. Sie trat der Sri Lanka Rupavahini Corporation 1998 als Programmproduzentin bei und ist seitdem an der Produktion von Dokumentarprogrammen mit Bezug auf Gesundheit, Frauen, Religion etc. beteiligt. Sie gewann einen Verdienstpreis beim State Awared Festival für den Dokumentarfilm über einen einzigartigen Heilpraktiker aus Polonnaruwa, Sri Lanka. Sie gewann zudem den Preis für die beste Fernsehjournalistin im Bereich Gesundheit in den Jahren 2007 und 2010. Sie wurde 2013 und 2014 für das beste Magazin-Programm  für ihre Produktion "Ayubowewa" ausgezeichnet. Außerdem hat sie an einer Reihe von Fernsehworkshops zur Fernsehproduktion teilgenommen.

POSITIVE WOMEN (INHALT)
Princy Mangalika wird von ihrem Ehemann mit HIV infiziert und wird Opfer sozialer Beleidigung. Dorfbewohner zünden ihr Haus an. Ihre zwei Kinder werden von der Schule verwiesen. Sie kann Schmerzen und soziale Beleidigungen nicht ertragen und denkt mehrmals an Selbstmord. Aber schließlich entscheidet sie sich, für ihre zwei Kinder weiter zu leben. Sie flieht zu ihrem Elternhaus. Princy trifft eine Frau, eine Ärztin, die auch mit HIV infiziert ist und die Realität des Lebens aufklärt. Sie tritt einer NGO bei, um für HIV-Infizierte zu arbeiten. Schließlich baut sie ihre eigene NGO auf, um für den Schutz der HIV-infizierten Menschen zu kämpfen und die Demütigung gegen sie zu beseitigen.
 
Bild der Filmemacherin Sandya Withanawasam
Filmemacherin