Deutsch-deutsche Geschichte

Wolf Biermann beim Dichtertreffen Lauter Lyrik © Marco Maas/fotografirma.de

Wolf Biermann

Als Musiker, Sänger und Liedermacher, wie er sich selber nannte, war Wolf Biermann einer der einflussreichsten Dissidenten der DDR-Geschichte. Er  war schon lange vor seiner Ausbürgerung 1976 in beiden Teilen Deutschlands bekannt. Bis heute gilt er als ein Baustein der deutsch-deutschen Geschichte. Im November 2016 wurde er 80 Jahre alt.


Geboren am 15. November 1936 in Hamburg als Sohn eines Maschinenschlossers auf der Deutschen Werft und einer Maschinenstrickerin. Beide Eltern waren Kommunisten, der Vater wurde deshalb und weil er Jude war, im Jahr 1942 in Auschwitz ermordet.
Er zog 1953 in die DDR und machte in Mecklenburg sein Abitur.
Er studierte Politischen Ökonomie, Philosophie und Mathematik in Berlin.
1955-57 wurde er Regieassistent am Berliner Ensemble (Theater des Bertolt Brechts)
1961 gründete er das b.a.t. (Berliner Arbeiter- und Studententheater) das aber 1963 vor der Eröffnung verboten wurde, da es zu kritisch war.
1962-65 Auftritte mit seinen Liedern und Gedichten in der DDR und Westdeutschland.
Am 11.Dezember 1965 verhängt die DDR-Regierung Publikations- und Auftrittsverbot.
Er schafft es trotzdem weiterhin Lieder und Gedichte in der Bundesrepublik und anderen Ländern zu veröffentlichen. Außerdem kursieren Aufnahmen in anderen Staaten der Sowjetunion.
Am 13. November 1976 gibt Wolf Biermann sein erstes Konzert in Köln seit 12 Jahren Auftrittsverbot. Drei Tage später verkündet die DDR-Regierung die Ausbürgerung Wolf Biermanns. Die Protestbewegung ist in Ost und West sehr viel größer, als erwartet.
Wolf Biermann lebt bis heute in Hamburg und ist eine Schlüsselfigur in der deutsch-deutschen Geschichte.
Im Oktober 2016 veröffentlichte er seine Autobiografie „Warte nicht auf bessre Zeiten“.
 

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