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16:00 Uhr
Jochen Buchsteiner präsentiert sein Buch "Wir Ostpreußen"
Wortprogramm|Im Rahmen des 30. Internationalen Thomas-Mann-Festivals
-
Thomas-Mann-Haus, Nida
- Sprache Deutsch und Litauisch mit Übersetzung
- Preis Kostenfrei
Im Rahmen des 30. Internationalen Thomas-Mann-Festivals freuen wir uns darauf, den renommierten deutschen Journalisten und Essayisten Jochen Buchsteiner in Nida zu begrüßen.
Am 17. Juli 2026 um 16 Uhr widmet sich ein Gespräch im Thomas-Mann-Haus seinem Werk „Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte“. Die Moderation dieses Nachmittags liegt in den Händen der Historikerin Prof. Ruth Leiserowitz. Dem litauischen sowie internationalen Publikum bietet sich hierbei die Gelegenheit zu einem tiefgründigen Dialog über ein prägendes Kapitel europäischer Erinnerungskultur.
Porträt einer vergessenen Provinz
Über das Buch „Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte“
Der detaillierte Fluchtbericht seiner Großmutter ist der Ausgangspunkt für Jochen Buchsteiners Buch:
»Es war der 26. Januar 1945. Der Krieg in Europa sollte noch mehr als drei Monate toben, aber für meine Großmutter ging, wie für die meisten Ostpreußen, die alte Welt schon jetzt zu Ende. Sie wollte nicht warten, bis die russischen Soldaten, die durch jahrelange deutsche Verwüstungen rachsüchtig gestimmt waren, in die Heimat einmarschierten und die Herrschaft übernahmen.«
Ausgehend von diesem prägenden Moment entfaltet der Autor eine Familienerzählung, die stellvertretend für das Schicksal von 14 Millionen Flüchtlingen steht und einen hochaktuellen Blick auf die deutsche Vergangenheit wagt. Persönlich, aber unsentimental verfolgt Buchsteiner den Weg einer Gutsbesitzerfamilie in den Westen. Dabei spürt er einem Verlust nach, der weit über das Private hinausgeht: Es entsteht ein Portrait der fast vergessenen deutschen Provinz, die in ihrer Tragik, aber auch in ihrer historischen und kulturellen Einzigartigkeit sichtbar wird – als verdrängter Teil der deutschen nationalen Identität.
Jochen Buchsteiner, geboren 1965, studierte Politikwissenschaften und Allgemeine Rhetorik. Er war Parlamentskorrespondent der "ZEIT" und berichtete danach 20 Jahre lang für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus Südasien, dem Indopazifik und Großbritannien. Heute arbeitet er als Politischer Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" wieder in Berlin. 2005 erschien sein Buch "Die Stunde der Asiaten. Wie Europa verdrängt wird", 2018 "Die Flucht der Briten aus der europäischen Utopie". 2025 fand sein Buch "Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte" große Beachtung.
Das Internationale Thomas-Mann-Festival lädt vom 11. bis 18. Juli 2026 zum 30. Mal nach Nida ein und eröffnet damit eine weitere Ausgabe seines traditionsreichen Sommerprogramms auf der Kurischen Nehrung.
Das diesjährige Thema lautet „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“. Das Festival bietet ein vielseitiges Programm aus Diskussionen, Konzerten klassischer und zeitgenössischer Musik, Filmvorführungen, Ausstellungen, Führungen. Die Veranstaltungen finden vor allem im Thomas-Mann-Museum, in der lutherisch-evangelischen Kirche von Nida, im Kulturzentrum „Agila“ sowie im Historischen Museum der Kurischen Nehrung statt. Seit vielen Jahren verbindet das Thomas-Mann-Festival Literatur, Musik, Film und visuelle Kunst mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und schafft einen Ort des Austauschs zwischen Kulturschaffenden, Intellektuellen sowie einem interessierten Publikum. Das Festival wird vom Thomas-Mann-Kulturzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisiert.
Am 17. Juli 2026 um 16 Uhr widmet sich ein Gespräch im Thomas-Mann-Haus seinem Werk „Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte“. Die Moderation dieses Nachmittags liegt in den Händen der Historikerin Prof. Ruth Leiserowitz. Dem litauischen sowie internationalen Publikum bietet sich hierbei die Gelegenheit zu einem tiefgründigen Dialog über ein prägendes Kapitel europäischer Erinnerungskultur.
Porträt einer vergessenen Provinz
Über das Buch „Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte“
Der detaillierte Fluchtbericht seiner Großmutter ist der Ausgangspunkt für Jochen Buchsteiners Buch:
»Es war der 26. Januar 1945. Der Krieg in Europa sollte noch mehr als drei Monate toben, aber für meine Großmutter ging, wie für die meisten Ostpreußen, die alte Welt schon jetzt zu Ende. Sie wollte nicht warten, bis die russischen Soldaten, die durch jahrelange deutsche Verwüstungen rachsüchtig gestimmt waren, in die Heimat einmarschierten und die Herrschaft übernahmen.«
Ausgehend von diesem prägenden Moment entfaltet der Autor eine Familienerzählung, die stellvertretend für das Schicksal von 14 Millionen Flüchtlingen steht und einen hochaktuellen Blick auf die deutsche Vergangenheit wagt. Persönlich, aber unsentimental verfolgt Buchsteiner den Weg einer Gutsbesitzerfamilie in den Westen. Dabei spürt er einem Verlust nach, der weit über das Private hinausgeht: Es entsteht ein Portrait der fast vergessenen deutschen Provinz, die in ihrer Tragik, aber auch in ihrer historischen und kulturellen Einzigartigkeit sichtbar wird – als verdrängter Teil der deutschen nationalen Identität.
Jochen Buchsteiner, geboren 1965, studierte Politikwissenschaften und Allgemeine Rhetorik. Er war Parlamentskorrespondent der "ZEIT" und berichtete danach 20 Jahre lang für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" aus Südasien, dem Indopazifik und Großbritannien. Heute arbeitet er als Politischer Korrespondent der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" wieder in Berlin. 2005 erschien sein Buch "Die Stunde der Asiaten. Wie Europa verdrängt wird", 2018 "Die Flucht der Briten aus der europäischen Utopie". 2025 fand sein Buch "Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte" große Beachtung.
Das Internationale Thomas-Mann-Festival lädt vom 11. bis 18. Juli 2026 zum 30. Mal nach Nida ein und eröffnet damit eine weitere Ausgabe seines traditionsreichen Sommerprogramms auf der Kurischen Nehrung.
Das diesjährige Thema lautet „Die Zeit ist aus den Fugen. Die Hoffnung“. Das Festival bietet ein vielseitiges Programm aus Diskussionen, Konzerten klassischer und zeitgenössischer Musik, Filmvorführungen, Ausstellungen, Führungen. Die Veranstaltungen finden vor allem im Thomas-Mann-Museum, in der lutherisch-evangelischen Kirche von Nida, im Kulturzentrum „Agila“ sowie im Historischen Museum der Kurischen Nehrung statt. Seit vielen Jahren verbindet das Thomas-Mann-Festival Literatur, Musik, Film und visuelle Kunst mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen und schafft einen Ort des Austauschs zwischen Kulturschaffenden, Intellektuellen sowie einem interessierten Publikum. Das Festival wird vom Thomas-Mann-Kulturzentrum in enger Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut organisiert.
Ort
Thomas-Mann-Haus
Tomo Mano g. 8
Nida
Litauen
Tomo Mano g. 8
Nida
Litauen
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Nida
Litauen
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