Ausstellung „MINSK МИНСК МІНСК“ – Fotografien aus Belarus

„MINSK МИНСК МІНСК“ – Fotografien aus Belarus © Goethe-Institut Vilnius

Di, 13.10.2020 -
Sa, 24.10.2020

Vilnius photography gallery

Stiklių g. 4
(Eingang von Didžioji g. 19)
Vilnius

Belarus ist ein Land, in dem die Geringschätzung von Pressefreiheit und Menschenrechten allgegenwärtig ist. Auch ist für viele Westeuropäer*innen Belarus eine Art Terra Incognita.
 
Unter der Leitung von Prof. Peter Bialobrzeski und Prof. Andrea Rauschenbusch reiste eine Gruppe Studierender des Master-Studios 'Kultur und Identität‘ der Hochschule für Künste Bremen im April 2018 für eine Exkursion in die Hauptstadt Minsk, um sich ein eigenes Bild zu erarbeiten – mit Bewusstsein, Kameras und Tonaufnahmegeräten.
 
Entstanden sind dabei insgesamt zehn individuelle Positionen, acht fotografische und zwei Bild-Text-Arbeiten. In der Publikation „MINSK МИНСК МІНСК–Photography and Investigations in Belarus“ setzen sich beteiligten die Student*innen auf 130 Seiten mit dem alltäglichen Leben zwischen traditionellen Werten und herrschender Realität auseinander. Das Goethe-Institut Litauen zeigt in Zusammenarbeit mit der Lithuanian Photographers Association eine Auswahl.
 
Aufnahmen vom allgegenwärtigen Militarismus auf öffentlichen Plätzen kontrastieren mit persönlichen Begegnungen mit einfachen Bürger*innen und deren Alltagsgeschäften. Nachforschungen zu einer Untergrundschule, die die belarussische Kultur bewahren und ihre Schüler zum freien Denken anhalten will, erlaubt ebenso einen Blick hinter die Fassaden wie die bei vielen Bürgern zunehmend auftretende Verlagerung der Religionsausübung ins Private. Der Wiederaufbau der Stadt Minsk nach dem Zweiten Weltkrieg – die sowjetische Vision einer utopischen Architektur – wird gleichermaßen dokumentiert wie die „Agro Towns“, Ansiedlungen in den ländlichen Regionen, die 90% der Staatsfläche ausmachen. Die einzelnen Arbeiten der Student*innen tragen Titel wie „Frontlines“, „Fragments“, „Dreamland“, „Me and the Others“ oder „The Creed“.
 
Fotograf*innen: Laura Achenbach Peral, Olia Balakireva, Anna Bauer, Sarah Fricke, Öncü Gültekin, Christina Rabe, Ana Rodríguez Heinlein, Maximiliane Scheller, Christina Stohn und Aleksandra Weber
 
 

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