Musulmonai Rytų Europoje Lietuvos Didžiosios Kunigaikštystės totoriai

Tuo tarpu kai musulmonų tikėjimą išpažįstančius gyventojus Vakarų Europoje dar galima apibūdinti kaip išties neseną fenomeną, tokiose Rytų Europos šalyse, kaip Lenkijoje ir Lietuvoje, jie jau gyvena daugelį šimtmečių ir yra neatsiejama bendruomenės dalis. XIV a. pradžioje grupė totorių apsigyveno tuometinės Lietuvos Didžiosios Kunigaikštystės (LDK) teritorijoje. Senąja Krymo totorių kalba Lietuva buvo vadinama „Lipka“, todėl ši etninė grupė dar kartais buvo vadinama „lipka totoriais“. Šiandien šiame regione tebegyvena keli tūkstančiai totorių palikuonių.

 
  • Die Ursprünge der Lipka-Tataren gehen auf die Nachfolgereiche des mongolischen Imperiums zurück. Laut ihren eigenen Legenden sind sie Nachfahren der Nogayer und der Krimtataren, die 1397 als Gefangene massenhaft in der Gegend um Vilnius sowie in der Region Grodno (heute Belarus) angesiedelt wurden. Auf dem Bild sieht man Ismail-Hajji M. Alexandrovich, Vorsitzender und Mufti der „Muslim Religious Union in the Republic of Belarus“. © Ahmed Krausen
    Die Ursprünge der Lipka-Tataren gehen auf die Nachfolgereiche des mongolischen Imperiums zurück. Laut ihren eigenen Legenden sind sie Nachfahren der Nogayer und der Krimtataren, die 1397 als Gefangene massenhaft in der Gegend um Vilnius sowie in der Region Grodno (heute Belarus) angesiedelt wurden. Auf dem Bild sieht man Ismail-Hajji M. Alexandrovich, Vorsitzender und Mufti der „Muslim Religious Union in the Republic of Belarus“.
  • Moschee im litauischen Kaunas: Ihrem später christlichen Heimatland Polen-Litauen gegenüber verhielten sich die Lipka-Tataren loyal und stellten nicht selten Truppen im Kriegsfall. Ihren muslimischen Glauben behielten sie allerdings bei, obgleich auch christliche und mongolisch-nomadische Bräuche darin enthalten sind. © Ahmed Krausen
    Moschee im litauischen Kaunas: Ihrem später christlichen Heimatland Polen-Litauen gegenüber verhielten sich die Lipka-Tataren loyal und stellten nicht selten Truppen im Kriegsfall. Ihren muslimischen Glauben behielten sie allerdings bei, obgleich auch christliche und mongolisch-nomadische Bräuche darin enthalten sind.
  •  Bereits im 17. Jahrhundert waren die Nachkommen der turk-tatarischen Zuwanderer sprachlich weitgehend an ihre slawische Umgebung angepasst. Die heutigen Nachfahren dieser Tataren sprechen polnisch oder litauisch, beziehungsweise einen weißrussischen Dialekt. © Ahmed Krausen
    Bereits im 17. Jahrhundert waren die Nachkommen der turk-tatarischen Zuwanderer sprachlich weitgehend an ihre slawische Umgebung angepasst. Die heutigen Nachfahren dieser Tataren sprechen polnisch oder litauisch, beziehungsweise einen weißrussischen Dialekt.
  •  Gebetsraum der Moschee im weißrussischen Novogrudok: Die besondere kulturelle Entwicklung der Tataren Litauens besteht darin, dass sie sich in relativer Isoliertheit durch die Jahrhunderte hinweg entwickeln konnten und erstaunlich resistent gegenüber dem Christianisierungsdruck zwischen katholischem und russisch-orthodoxem Christentum blieben. © Ahmed Krausen
    Gebetsraum der Moschee im weißrussischen Novogrudok: Die besondere kulturelle Entwicklung der Tataren Litauens besteht darin, dass sie sich in relativer Isoliertheit durch die Jahrhunderte hinweg entwickeln konnten und erstaunlich resistent gegenüber dem Christianisierungsdruck zwischen katholischem und russisch-orthodoxem Christentum blieben.
  •  Die meisten Moscheen, wie die in Novogrudok, sind aus Holz gebaut, da eine Auflage Steinbauten nur den Kirchen vorbehielt, um so die christliche Vorherrschaft über den Islam zu demonstrieren. Die hölzernen Moscheen haben sich jedoch nach Jahrzehnten zum Symbol und Identitätsmerkmal der Tataren entwickelt. © Ahmed Krausen
    Die meisten Moscheen, wie die in Novogrudok, sind aus Holz gebaut, da eine Auflage Steinbauten nur den Kirchen vorbehielt, um so die christliche Vorherrschaft über den Islam zu demonstrieren. Die hölzernen Moscheen haben sich jedoch nach Jahrzehnten zum Symbol und Identitätsmerkmal der Tataren entwickelt.
  •  Allmählich haben sich die Lipka-Tataren zunehmend in der litauischen Mehrheitsgesellschaft assimiliert. Die meisten von ihnen sind auf der Suche nach Arbeit in die Städte abgewandert. © Ahmed Krausen
    Allmählich haben sich die Lipka-Tataren zunehmend in der litauischen Mehrheitsgesellschaft assimiliert. Die meisten von ihnen sind auf der Suche nach Arbeit in die Städte abgewandert.
  • Volkstümliche Traditionen, wie Tänze, Trachten und Musik sind unter ihnen heute kaum verbreitet und erhalten geblieben. Ausschlaggebend für die Identität der tatarischen Gemeinden ist vielmehr die islamische Religion. Das Bild zeigt ein Grab auf dem muslimischen Friedhof im weißrussischen Ivre. © Ahmed Krausen
    Volkstümliche Traditionen, wie Tänze, Trachten und Musik sind unter ihnen heute kaum verbreitet und erhalten geblieben. Ausschlaggebend für die Identität der tatarischen Gemeinden ist vielmehr die islamische Religion. Das Bild zeigt ein Grab auf dem muslimischen Friedhof im weißrussischen Ivre.
  • Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind gut ein Drittel der Tataren Litauens emigriert, vor allem aus ökonomischen Gründen. Auswanderungsziele waren vor allem Großbritannien, Irland und die USA. Bis heute hat sich ihre Zahl dennoch wieder zwischen fünf und sechstausend stabilisiert. © Ahmed Krausen
    Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion sind gut ein Drittel der Tataren Litauens emigriert, vor allem aus ökonomischen Gründen. Auswanderungsziele waren vor allem Großbritannien, Irland und die USA. Bis heute hat sich ihre Zahl dennoch wieder zwischen fünf und sechstausend stabilisiert.
  • Unter sowjetischer Herrschaft wurden viele Zeugnisse der tatarischen Kultur zerstört. Doch in vielen Orten mit traditionell muslimischer Bevölkerung gibt es noch die charakteristischen Holzmoscheen, wie diese im weißrussischen Ivre. © Ahmed Krausen
    Unter sowjetischer Herrschaft wurden viele Zeugnisse der tatarischen Kultur zerstört. Doch in vielen Orten mit traditionell muslimischer Bevölkerung gibt es noch die charakteristischen Holzmoscheen, wie diese im weißrussischen Ivre.
  •  Die islamische Gemeinde befindet sich derzeit im Umbruch. Moderne Netzwerke werden geschaffen und auch um Fördermittel von Seiten der EU bemüht man sich. Viel Aufwand ist indessen noch für die Restauration und Instandhaltung der islamischen Friedhöfe und Moscheen nötig, wie hier im polnischen Bohoniki. © Ahmed Krausen
    Die islamische Gemeinde befindet sich derzeit im Umbruch. Moderne Netzwerke werden geschaffen und auch um Fördermittel von Seiten der EU bemüht man sich. Viel Aufwand ist indessen noch für die Restauration und Instandhaltung der islamischen Friedhöfe und Moscheen nötig, wie hier im polnischen Bohoniki.