Film Beuys

Beuys © zeroonefilm, bpk, Ernst von Siemens Kunststiftung, Stiftung Museum Schloss Moyland, Ute Klophaus

Mo, 30.10.2017

Splendid Palace

Elizabetes iela 61
Riga

Beuys

Deutsche Filmwoche BERLINALE 2017 RIGA

Regie: Andres Veiel, Deutschland 2015-17, 107 Min, Farbe u. s/w, Dokumentarfilm
 
Joseph Beuys, der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war und immer noch ist. Als erster deutscher Künstler erhält er eine Einzelausstellung im Guggenheim Museum in New York, während zu Hause sein Werk manchmal noch als "teuerster Sperrmüll aller Zeiten" gilt. Gefragt, ob ihm solche Urteile gleichgültig seien, sagt er: "Ja. Ich will das Bewusstsein der Menschen erweitern."

Andres Veiel erteilt dem Künstler selbst das Wort. Aus zahlreichen bisher unerschlossenen Bild- und Tondokumenten montiert er ein assoziatives, durchlässiges Porträt, das, wie der Künstler selbst, eher Ideenräume öffnet als Statements verkündet. Beuys boxt, parliert, doziert, erklärt dem toten Hasen die Kunst und fragt: "Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen?" Doch man erlebt auch den Menschen, den Lehrer und Grünen-Kandidaten. Einmal, kurz vor seinem Tod, lässt er sich auch ohne Hut fotografieren. Die Widersprüche und Spannungsfelder, in denen Beuys' Gesamtkunstwerk entstanden ist, werden sichtbar. Sein erweiterter Kunstbegriff führte mitten in bis heute relevante gesellschaftliche, politische und moralische Debatten.

„Eine kraftvolle, behutsame Annäherung an den Menschen Beuys, seine Kunst und Ideenwelt ... Das Hauptverdienst von Andres Veiels schillerndem Werk dürfte sein, dass man nach dem Film erkennt: So einer wie Joseph Beuys fehlt.“
SÜDWESTPRESSE

Goethe-Institut Riga in Zusammenarbeit mit dem Kino SPLENDID PALACE.

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